Dieses Foto, das am 4. Februar 2020 aufgenommen wurde, zeigt einen medizinischen Mitarbeiter, der in einer Quarantänezone in Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs, in der zentralen chinesischen Provinz Hubei, eine Probe von einer Person entnimmt, die auf das neue Coronavirus getestet werden soll.Foto: STR/AFP über Getty Images

Coronavirus NEWSTICKER 05.02: Chinesisches Regime verschärft Druck – WHO ruft zu 675 Millionen Dollar Spenden auf

Epoch Times5. Februar 2020 Aktualisiert: 2. März 2020 8:09
Innerhalb Deutschlands sind 12 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter zwei Kinder. Ein infizierter Deutscher ist auf der Urlaubsinsel La Gomera unter Quarantäne. Alle Entwicklungen im Newsticker.

Der neuartige Wuhan-Coronavirus (2019-nCoV) verbreitet sich weiter.

Anmerkung der Redaktion: Wir müssen davon ausgehen, dass die Zahlen der staatlichen chinesischen Behörde über Todesfälle und Infizierte durch den Wuhan-Virus in China nicht stimmen. Daher verzichten wir auf eine Veröffentlichung. Wir bemühen uns, die tatsächlichen Zahlen herauszufinden.

Mittwoch 05.02.

21:34 Uhr: Das chinesische Regime verschärft den Druck, um ihre Kritiker zu unterdrücken

Verschiedene Gerichte in China haben Vorschriften oder Richtlinien erlassen, um die Verbreitung von „Gerüchten“ über die neuartige Erkrankung zu unterbinden. So werden Berichte über Todesfälle gelöscht. Ärzte werden mundtot gemacht und Journalisten festgenommen. Bürger, Experten und Kommentatoren werfen dem chinesischen kommunistischen Regime vor, das wahre Ausmaß der Krise zu verschleiern, um die Kontrolle über die soziale Ordnung aufrechtzuerhalten.

Mehr dazu: KP China zensiert radikal: Der Tod wahrer Nachrichten

17:45 Uhr: WHO ruft zu 675 Millionen Dollar Spenden für Bekämpfung des Coronavirus auf

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat zu Spenden in Höhe von 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Der Großteil des Geldes solle in besonders „gefährdete“ Länder fließen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf. Die WHO habe einen Vorsorgeplan entwickelt, für dessen Finanzierung in den kommenden drei Monaten 675 Millionen Dollar nötig seien. „Unsere Botschaft an die internationale Gemeinschaft ist: Investiert heute oder zahlt später mehr“, sagte Tedros.

60 Millionen Dollar sollen demnach für WHO-Einsätze verwendet werden, der Rest soll an Länder gehen, die Hilfe bei Vorsorgemaßnahmen gegen das Virus benötigen. Die Summe liege deutlich unter jener, die später fällig werde, „wenn wir jetzt nicht in Vorsorge investieren“. In einem ersten Schritt sollen Tedros zufolge 500.000 Atemschutzmasken und 350.000 Paar Gummihandschuhe an 24 Länder verschickt werden. In China hat sich die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch den neuartigen Corona-Erreger trotz weitflächiger Quarantäne-Maßnahmen weiter stark erhöht.

Infektionszahlen nach Länder außerhalb Chinas: Singapur 28, Thailand 25, Japan 22, Hongkong 21, Südkorea 19, Australien 13, Deutschland 12, USA 12, Malaysia 12, Taiwan 11, Macao 10, Vietnam 8, Frankreich 6, Kanada 5. Vereinigte Emirate 5, Indien 3, Italien 2, Russland 2, Philippinen 2,  Großbritannien 2, Nepal 1, Kambodscha 1, Belgien 1, Spanien 1, Finnland 1, Schweden 1, Sri Lanka 1

Todesfälle außerhalb China: Hongkong 1, Philippinen 1

14:25 Uhr: Airbus schließt Werk in China wegen Coronavirus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sein Werk in China vorerst geschlossen: Die Fertigung in der Hafenstadt Tianjin südöstlich von Peking sei zum Stillstand gekommen, erklärte Airbus am Mittwoch. Dort werden Flugzeuge vom Typ A320 hergestellt. Airbus begründete die Werksschließung mit den Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus in China und weltweit.

Das Werk in Tianjin rund 150 Kilometer von Peking entfernt war bereits wegen der Feiern zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen, wie ein Konzernsprecher weiter mitteilte. Der Konzern sieht sich „weltweit“ von der hoch ansteckenden Krankheit betroffen und nun vor „logistischen Herausforderungen“. Die Fertigungsanlage in Tianjin ist die einzige außerhalb von Europa.

13:17 Uhr: Neues Coronavirus bei 30 Stunden altem Baby in China nachgewiesen

Bei einem gerade einmal 30 Stunden alten Baby in China ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Damit sei der Säugling der jüngste Mensch mit einer nachgewiesenen 2019-nCoV-Infektion, berichteten chinesische Staatsmedien am Mittwoch. Es handele sich möglicherweise um eine sogenannte vertikale Ansteckung von der Mutter auf ihr Kind, zitierte der Staatssender CCTV mehrere Experten.

Die Mutter, die vor der Entbindung positiv auf das Virus getestet worden war, könnte es demnach während Schwangerschaft, Geburt oder unmittelbar danach auf ihr Kind übertragen haben. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hatte am Montag über ein von einer infizierten Frau zur Welt gebrachtes Baby berichtet, das negativ auf 2019-nCoV getestet worden sei.

12:35 Uhr: Fluglinie Cathay Pacific will alle Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken

Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific will wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken. Die rund 27.000 Angestellten würden gebeten, bis zu drei Wochen zu Hause zu bleiben, sagte Konzernchef Augustus Tang in einer Videobotschaft. Der Aufruf gelte auch für hochrangige Führungskräfte. „Ich hoffe, Sie werden sich alle beteiligen“, so Tang.

Cathay Pacific hatte erst gestern bekannt gegeben für zwei Monaten rund 30 % ihrer Kapazität zu reduzieren, darunter etwa 90 % ihrer Flüge zum chinesischen Festland und „weitere Maßnahmen“ ankündig. In Hongkong wurde das neuartige Coronavirus offiziellen Angaben zufolge bei 18 Menschen nachgewiesen. Einer von ihnen starb. Die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone warnten vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko, während mehr als 200 medizinische Angestellte schon seit Montag für eine komplette Grenzschliessung streiken.

10:11 Uhr: Weltbank will wegen Coronavirus globale Wachstumsprognose senken

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Weltbank ihre globale Wachstumsprognose für dieses Jahr senken. Dies betreffe „mindestens den ersten Teil von 2020“ sagte Weltbank-Präsident David Malpass am Dienstag. „Viele chinesische Güter werden im Bauch von Passagierflugzeugen in den Rest der Welt gebracht“, so Malpass. Nun müssten Firmen ihre Lieferketten wegen ausgesetzem Flugbetrieb der neuen Situation anpassen.

Die Weltbank hatte erst im Januar erklärt, sie erwarte nach der teilweisen Beilegung des Handelsstreits zwischen China und den USA in diesem Jahr ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum als 2019. Im vergangenen Jahr hatte die Weltwirtschaft um 2,4 Prozent zugelegt. Für 2020 erwartete die Weltbank bisher 2,5 Prozent.

8:16 Uhr: US-Fluggesellschaften setzen Flüge nach Hongkong aus

Die zwei großen US-Fluggesellschaften United und American Airlines stellen wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China vorübergehend auch ihre Flüge nach Hongkong ein. Von Samstag an würden alle Flüge in die chinesische Sonderverwaltungszone bis einschließlich 20. Februar ausgesetzt, teilte United am Mittwoch mit. Zur Begründung verwies die Fluglinie auf einen drastischen Rückgang bei den Passagierzahlen.

Hintergrundartikel: Augenzeugenberichte: Die Dunkelziffer der Infizierten in China liegt im Verborgenen

8:09 Uhr: Nike rechnet mit „erheblichen Auswirkungen“

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Sportartikelhersteller Nike rechnet mit „erheblichen Auswirkungen“ des Coronavirus auf das China-Geschäft, teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit. Die Hälfte seiner Filialen in Konzernbesitz in China wurden geschlossen. Für die restlichen Läden gelten eingeschränkte Öffnungszeiten, da weniger Kunden kämen.

Nike-Chef John Donahoe sprach von einer „schwierigen Situation“. Anleger reagierten zunächst nervös und ließen die Aktie nachbörslich um über drei Prozent fallen, der Kurs erholte sich allerdings rasch wieder etwas. Der chinesische Markt ist für Nike von enormer Bedeutung, der amerikanische Sportartikel-Gigant erzielte dort zuletzt sein stärkstes Umsatzwachstum.

8:04 Uhr:  USA holt weitere Bürger aus Wuhan

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China haben die USA mehr als 300 weitere Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan ausgeflogen. Zwei Flugzeuge seien am Dienstag in der zentralchinesischen Metropole gestartet, teilte das US-Außenministerium mit. Nach Angaben eines Ministeriumsvertreters wurden die Passagiere vor dem Abflug untersucht.

Seit Ausbruch der Epidemie flogen die USA nach Angaben des Ministeriumsvertreters insgesamt 500 Menschen aus China aus. Bereits vergangene Woche startete ein US-Flugzeug in Wuhan, das 195 US-Bürger nach Kalifornien brachte. Die US-Regierung plant ein bis zwei weitere Evakuierungsflüge am Donnerstag. Die ausgeflogenen Passagiere werden in den USA unter verpflichtende Quarantäne gestellt. Es ist das erste Mal seit den 1960er Jahren, dass die Bundesregierung in Washington eine solche Maßnahme ergreift.

Hintergrundartikel: Experten: Potenzielle Ausweitung des Coronavirus viel höher als bisher angenommen

8:01 Uhr: Zehn Coronafälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. Ob auch Deutsche darunter positiv getestet wurden, ist noch unklar. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei „Princess Cruises“ auch acht deutsche Passagiere. Die rund 3700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben.

Hintergrundartikel: Gefängnisartig: Neues Krankenhaus in Wuhan wird von der Armee betrieben

Dienstag 04.02.

19:07 Uhr: 15 Jahre Haft für das „Verbreiten von Gerüchten“, Todesstrafe für „absichtliche Verbreitung des Virus“

Wie die Heilongjiang-Tageszeitung zu erst berichtete, hat das Oberste Gericht der Provinz Heilongjiang am 31. Januar einen Gerichtsbeschluss erlassen, der auf die Eindämmung des Virus, sowie auf die Verbreitung von Gerüchten abzielt. Laut der Auslegung des Straf- und Prozessgesetzbuch soll für eine „absichtliche Verbreitung des Virus“ die Todesstrafe vollzogen werden. Für das „Verbreiten von Gerüchten“ würde eine Strafe von bis zu 15 Jahren ausgesetzt.

Die chinesische Polizei hat laut Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag eine Frau festgenommen, weil sie „absichtlich ihren Kontakt mit jemandem aus einem vom Coronavirus befallenen Gebiet verheimlicht“ hatte. Sie hätte damit Bemühungen, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, gefährdet. Die staatliche Nachrichtenagentur machte keine Angaben ob und wann sie entlassen werden würde.

Im Video: Beamte, auf deren Uniform „Bezirk Longhua, Stadt Shenzhen“ steht, sagen einer Frau, dass sie gepostete Informationen im Internet über das Coronavirus löschen muss. Ansonsten müsste sie die „rechtlichen Konsequenzen tragen“. Niemand dürfe im Internet Informationen verbreiten, die nicht von Beamten verkündet wurden. Außerdem solle sie im Internet eine „Richtigstellung“ zu ihren vorherigen Meldungen verfassen.

17:12 Uhr: Chinesische Webasto-Mitarbeiterin litt bereits in Deutschland an Symptomen

Eine aus Shanghai stammende Chinesin, die das Coronavirus in Deutschland eingeschleppt hat, soll während des Webasto-Seminars symptomfrei gewesen sein. Das berichteten bislang die Medien und auch Wissenschaftler folgten dieser Annahme. Ein Artikel in der „Science“ enthüllt nun, dass dieser Ausgangspunkt falsch ist.

Die Mitarbeiterin, die in der Zeit vom 19. bis 22. Januar 2020 wegen eines stattfindenden Seminars die bayerische Zentrale des Autozulieferers Webasto in der Gemeinde Gauting besuchte, war bereits mit dem Coronavirus-Erreger 2019-nCoV infiziert. Bereits in Deutschland hätte sie sich müde gefühlt und unter Muskelschmerzen gelitten. Zur Linderung nahm sie ein fiebersenkendes Mittel.  Sie steht an der Spitze der deutschen Infektionskette.

Mehr dazu: Coronavirus: Chinesische Webasto-Mitarbeiterin litt bereits in Deutschland an Symptomen

15:52 Uhr: Auch acht Deutsche auf Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama

Auf dem Kreuzfahrtschiff, das derzeit wegen Verdachts auf das neuartige Coronavirus im Hafen von Yokohama in Japan unter Quarantäne steht, sind einem Zeitungsbericht zufolge auch deutsche Urlauber. „Unter den 2666 Passagieren, die derzeit an Bord der ‚Diamond Princess‘ im Hafen von Yokohama sind, befinden sich acht Deutsche“, sagte der Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises, Rolf Nieländer, am Dienstag der „Bild“-Zeitung.

Der Verdacht, dass Menschen an Bord mit dem Erreger infiziert sein könnten, war wegen eines 80-jährigen Passagiers aufgekommen, der einige Tage zuvor das Schiff in Hongkong verlassen hatte. Er wurde von den Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone positiv auf das Virus getestet. Bislang klagen dem Bericht zufolge mindestens sieben Menschen an Bord über Unwohlsein.

In Japan wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 20 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Das Land hat mehr als 500 seiner Staatsbürger aus der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan ausgeflogen, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte.

14:41 Uhr: Hyundai unterbricht wegen Coronavirus gesamte Produktion in Südkorea

Der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird zunehmend zum Problem der global verzahnten Lieferketten. Ein Beispiel ist die Autoindustrie – der südkoreanische Hersteller Hyundai kündigte am Dienstag an, seine gesamte heimische Produktion im Heimatland noch in dieser Woche auszusetzen. Grund sind fehlende Teile, die normalerweise aus China geliefert werden. Analysten gehen davon aus, dass ähnliche Probleme viele Unternehmen treffen werden.

Hyundai Motor, der größte Autobauer in Südkorea, kündigte an, bis Ende der Woche werde die komplette Produktion im Heimatland gestoppt. Wann genau welche Produktionslinie ausgesetzt wird, kann demnach variieren. Der Konzern wäge derzeit seine Optionen ab, um die Störung der Betriebsabläufe zu minimieren, erklärte Hyundai. Dazu gehöre auch die Suche nach „alternativen Zulieferern in anderen Regionen“.

Hinergrundartikel: Wird Coronavirus zu Chinas Tschernobyl? KP würde Städte opfern, sagt Hongkonger Medienexperte

13:37 Uhr: Experte: Viele Chinesen werden Existenz verlieren

Viele Chinesen werden laut eines Experten in Folge der Abriegelung Wuhans wegen des Coronavirus ihre Existenz verlieren. Gerade bei Dienstleistungen könnten durch den Einbruch des Tourismus vor Ort „sehr unschöne Entwicklungen“ auftreten, sagte Markus Taube, Professor für Ostasien-Wirtschaft an der Uni Duisburg-Essen, am Dienstag dem Deutschlandfunk. Dies habe mit der dünnen Finanzdecke von kleinen Unternehmen zu tun. „Die Familie wird erneut die Hauptlast tragen müssen für die Menschen, die hier betroffen sind.“

Laut Taube werde die Lage in Wuhan aber keine langfristige Wirkung auf China haben. „Wir werden eine Delle sehen in der Wachstumsrate. Die wird auch markant sein.“ Er rechne in der zweiten Jahreshälfte wieder mit beschleunigtem Wachstum.

Hintergrundartikel: Warensendungen aus China: Versandkosten werden massiv steigen

13:15 Uhr: Hälfte der chinesischen Aussteller sagt Fruchtmesse ab

Rund die Hälfte der Aussteller aus China auf der diesjährigen Fruchtmesse Fruit Logistica in Berlin haben ihre Teilnahme wegen der Coronavirus-Ausbreitung abgesagt. Das sagte die Messe-Managerin Madlen Miserius in Berlin. Erwartet worden waren rund 100 Aussteller aus China. Grund für die Absagen sind demnach vor allem der eingeschränkte Flugverkehr von und nach China. Erwartet würden auch deutlich weniger Besucher aus dem „Land der Mitte“. „Wie viele genau, können wir nicht abschätzen“, sagte Miserius. In 2019 waren 3.200 Aussteller aus 90 Ländern auf der Messe, „um neue Geschäftsbeziehungen im globalen Obst- und Gemüsegeschäft zu knüpfen“.

Wirtschaftsforscher: Ausbreitung des Coronavirus kann deutsche Wirtschaft beeinträchtigen

11:46 Uhr: Thailand meldet 6 neue Infizierte – jetzt insgesamt 25

Thailand bestätigte am Dienstag (4. Februar) sechs neue Fälle des neuen Coronavirus, vier davon thailändische Staatsangehörige und zwei Chinesen, womit sich die Gesamtzahl auf 25 erhöht, die höchste Zahl außerhalb Chinas. Unter den vier Thailändern befanden sich ein Paar, das Japan besuchte, und zwei Taxifahrer, die chinesische Passagiere in Thailand abgeholt hatten, sagte Suwannachai Wattanayingcharoenchai, Generaldirektor der Abteilung für Krankheitskontrolle. Es sei nicht klar, ob sich das Paar in Japan oder nach der Rückkehr mit dem Virus infiziert habe, so Suwannachai. Bei den insgesamt 25 Fällen in Thailand handelt es sich um sechs Thailänder und 19 Chinesen.

Bestätigte Fälle außerhalb Festland Chinas: Thailand 25, Japan 20, Singapore 18, Hong Kong 17, Süd Korea 15, Australien 12, Deutschland 12, USA 11, Macau 10, Malaysia 10, Taiwan 10, Vietnam 8, Frankreich 6, Vereinte Emirate 5, Kanada 4, Indien 3, Italien 2, Rußland 2, Philippinen 2, Großbritannien 2, Nepal 1, Kambodia 1, Spanien 1, Finland 1, Schweden 1, Sri Lanka 1

Coronavirus: Chinas Behörden manipulieren die Anzahl der Diagnosen

11:13 Uhr: Freiheit in weiteren Großstädten Chinas eingeschränkt

In drei weiteren Großstädten außerhalb der Provinz Hubei hat das chinesische Regime die Bewegungsfreiheit von rund zwölf Millionen Menschen massiv eingeschränkt: in Taizhou, in Teilen von Hangzhou, wo sich der Sitz des chinesischen Internetriesen Alibaba befindet, und mehrere Bezirke von Ningbo. Taizhou ist 150 Kilometer von der Wirtschaftsmetropole Shanghai und 850 Kilometer vom Zentrum der Coronavirus-Epidemie in der Provinz Hubei entfernt. In der Stadt darf vorerst nur noch ein Bewohner pro Haushalt jeden zweiten Tag für Einkäufe das Haus verlassen. Die gleiche Regelung gilt für die betroffenen Viertel von Hangzhou und Ningbo. Die Behörden in Taizhou setzten zudem ab Dienstag 95 Zugverbindungen aus.

In Taizhou dürfen Bewohner von Wohnkomplexen nach Regierungsangaben nur durch einen bestimmten Eingang in die Gebäude gelangen und müssen ihren Ausweis vorzeigen, wenn sie nach draußen gehen oder zurückkehren wollen. Wohnungseigentümern ist es zudem untersagt, ihr Eigentum an Menschen zu vermieten, die unlängst in besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Regionen wie Hubei waren. In Hangzhou wurde das Tragen von Atemschutzmasken angeordnet. Auch Ausweise und die Körpertemperatur der Bewohner sollen überprüft werden.

Hintergrundartikel: Atemmaskenpflicht und Drohnenüberwachung – Chinesische Regierung setzt auf Anordnung und Verbote

10:44 Uhr: Rotes Kreuz warnt vor fehlerhaften Atemschutzmasken

Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hat vor dem Einsatz mangelhafter Atemschutzmasken gegen den Coronavirus in China gewarnt. Es sei „extrem wichtig“, dass die Helfer vor Ort hochwertige Masken zur Verfügung hätten, sagte IFRC-Generalsekretär Jagan Chapagain am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings würden infolge eines internationalen Hilferufs der chinesischen Regierung viele Masken nach China geschickt, die nicht diesen Normen entsprächen. Unzureichende Masken vermittelten den Menschen ein „falsches Gefühl von Schutz“ und blockierten Lager für medizinische Ausrüstung, sagte Jagan Chapagain.

10:38 Uhr: DIW-Präsident warnt vor Produktionsengpässen

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat angesichts der Coronavirus-Epidemie vor möglichen wirtschaftlichen Problemen in Deutschland gewarnt. „Weil Menschen in China jetzt weniger konsumieren, bricht zwangsläufig die Nachfrage ein. Das trifft vor allem deutsche Automobilhersteller, die gut ein Drittel ihrer Profite in China machen“, sagte Fratzscher der „Saarbrücker Zeitung“.

Auf der anderen Seite würden viele deutsche Unternehmen Vorleistungen aus China beziehen. „Also kann es auch bei uns zu Produktionsengpässen kommen“, so der Ökonom weiter. Wenn das Wachstum in China um ein Prozent schrumpfe, „dann geht das Wachstum in der Euro-Zone um etwa 0,25 Prozent zurück“, rechnete Fratzscher vor. Auch darüber müsse man sich im Klaren sein.

7:10 Uhr: Chinesische Regierung räumt „Fehler“ ein

Die chinesische Führung räumte am Montag in einem ungewöhnlichen Schritt erstmals „Fehler“ im Umgang mit der Gesundheitskrise ein. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte, die Reaktion auf die Epidemie habe „Fehler und Schwierigkeiten“ beim nationalen Notfallmanagement offengelegt.

In China gibt es nach Angaben der Regierung inzwischen einen zunehmenden Mangel an Atemschutzmasken sowie Schutzbrillen und -anzügen. Nach Angaben des Industrieministeriums bemüht sich die Regierung, diese Artikel aus dem Ausland zu beschaffen.

7:08 Uhr: Japan stellt Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

In Japan wurde am Montag wegen Verdachts auf das Coronavirus ein Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt. Fernsehbilder zeigten, wie im Hafen von Yokohama Gesundheitsbeamte an Bord der „Diamond Princess“ gingen. Sie sollten den Gesundheitszustand sämtlicher 2500 Passagiere und 1000 Besatzungsmitglieder überprüfen.

7:05 Uhr:  Erster Todesfall in Hongkong

In Hongkong ist der erste Todesfall gemeldet worden. Dabei handelt es sich um einen 39-jährigen Einwohner der Finanzmetropole, der im Januar nach Wuhan gereist war, wie die örtliche Gesundheitsbehörde mitteilte. Bei dem Todesfall in Hongkong handelt es sich um den zweiten außerhalb von Festlandchina. Am Sonntag war ein Todesfall in der philippinischen Hauptstadt Manila gemeldet worden. Dabei handelte es sich um einen Chinesen aus Wuhan.

Bislang wurden in Hongkong insgesamt 15 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die dortige Regierungschefin Carrie Lam hatte am Montag die Schließung fast aller Landübergänge nach Festlandchina angekündigt. Nur zwei Übergänge sollen offen bleiben.

7:04 Uhr: Macau schließt zwei Wochen lang Casinos

Die chinesische Sonderverwaltungszone Macau schließt wegen des Coronavirus zwei Wochen lang ihre Casinos. Dies teilte der Regierungschef von Macau, Ho Iat-seng, am Dienstag mit. Die Glücksspielmetropole ist ein beliebtes Ziel von Reisenden aus Festlandchina.  (dpa/dts/afp)

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(afp/dpa/dts/red)