In China sagt man, dass Krähe unheilvoll sind, weil sie den Tod „riechen“ können.Foto: dmf87/iStock

Haben ungewöhnliche Tierphänomene in China mit dem Coronavirus zu tun?

Von 3. Februar 2020 Aktualisiert: 4. Februar 2020 18:58
Chinesische Social-Media-Nutzer im ganzen Land haben von ungewöhnlichen Sichtungen von dichten Krähenschwärmen und einer großen Anzahl von riesigen überwinternden Moskitos berichtet. Sie wollen wissen, warum solche Phänomene auftauchen.

Die meisten Videos, die Krähenschwärme zeigen, stammen aus Yichang, Jingzhou und Hanchuan, Städten in der Provinz Hubei – dem Zentrum des Wuhan-Coronavirus. Alle wurden auf Video aufgenommen und am 28. Januar veröffentlicht.

In dem Video von Hanchuan City wurde ein großer, dichter Schwarm von Krähen aufgenommen, die herumfliegen und laut krächzen. Ein Beobachter sagte: „Sowas hat es noch nie gegeben“.

In einem ähnlichen Video aus Yichang rief ein Mann: „Oh mein Gott, es heißt, dass anormale Ereignisse voraussagen, dass etwas Ungewöhnliches passieren wird“.

Nachdem diese Videos im Internet veröffentlicht wurden, schrieben Internetnutzer aus anderen Städten, darunter Jiaozuo und Puyang in der Provinz Hunan sowie aus Peking und Tianjin, dass sie kürzlich ähnliche Phänomene beobachtet hätten.

Ein Internet-User aus Peking schrieb: „Im vergangenen Monat sah ich einen noch größeren Schwarm von Krähen im Pekinger Stadtteil Haidian. Es waren mindestens 1.000 Krähen.“

Jemand aus der Online-Community gab eine mögliche Erklärung ab: „Die Krähe ist ein Aasfresser. Die älteren Menschen sagen, dass Krähen den Tod vorauszusehen scheinen, weil sie ihn riechen können, noch bevor ein Mensch stirbt. Mit anderen Worten, sie können den Geruch eines Sterbenden wittern, wir Menschen aber nicht. Sie kreisen dann um diese Person und warten darauf, dass sie stirbt. Deshalb gelten Krähen in der chinesischen Kultur als unheilvoll und sind immer mit dem Tod verbunden“.

Riesige überwinternde Moskitos

Ein Einwohner von Peking bemerkte am 25. Januar eine große Anzahl übergroßer Moskitos, die sich unter einer Autobahnrampe im Stadtteil Haidian ansammelten.

Das hat man noch nie zuvor gesehen. Es ist in der Tat sehr ungewöhnlich. Kann ein Forschungsteam auf das entsprechende Gebiet kommen und es untersuchen?“, fragte er.

Mehrere Einwohner Pekings kommentierten, dass es in Peking im Winter sehr kalt ist und die Moskitos normalerweise nicht sichtbar sind, weil sie sich an unauffälligen Orten verstecken. Erwachsene Moskitos wie die im Video, tauchen normalerweise erst im April auf.

Einige wiesen darauf hin, dass eine alte Weisheit besagt, dass, wenn es eine große Anzahl von überwinternden Moskitos gibt oder wenn sie im Frühjahr auftauchen, sie wahrscheinlich einen Ausbruch von ansteckenden Krankheiten auslösen werden.

Experte schätzt 1 bis 2 Millionen Todesfälle

Nach einem kürzlich veröffentlichten Forschungsbericht des Hongkonger Gesundheitsexperten Professor Gabriel Matthew Leung gab es vor der Abriegelung von Wuhan etwa 25.000 Fälle, wo Menschen Symptome in der Stadt gezeigt haben, und wahrscheinlich 15.000 Fälle während der Inkubationszeit des Virus. Das bedeutet, dass die Gesamtzahl der infizierten Menschen etwa 40.000 betragen könnte. Auf der Grundlage des Verbreitungsmusters wird die Zahl der Infizierten weltweit auf 25.000 bis 38.000 geschätzt.

Prof. Leung ist Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Hongkong. Er ist außerdem ein anerkannter Arzt und in der Gesundheitsbehörde.

Leungs Bericht weist darauf hin, dass sich die Zahl der Infizierten ohne starke Interventionsmaßnahmen alle 6,2 Tage verdoppeln wird, basierend auf einer derzeitigen vorsichtigen Schätzung von 22.000 Infizierten weltweit.

Leung schätzt, dass die Zahl der neu infizierten Patienten das Maximum im April erreichen wird – etwa 200.000 pro Tag. In mehreren anderen Städten, darunter Chongqing, Guangzhou und Shenzhen, wird die Zahl im Mai ihren Höhepunkt erreichen. In den darauffolgenden Monaten könnte die Gesamtzahl der Infizierten landesweit 18 Millionen erreichen, und die Gesamtzahl der Todesfälle würde sich auf 1 bis 2 Millionen belaufen.

Der Originalartikel erschien in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von sza)
Originalfassung: Are Unusual Animal Phenomena in China Related to Wuhan Coronavirus?



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