Bürgermeister: „Dieser Tanz verweist auf etwas, was den Menschen übersteigt“

Epoch Times13. Mai 2022 Aktualisiert: 13. Mai 2022 16:02
Eine Aufführung der ganz besonderen Art war am 11. Mai 2022 im Mannheimer Nationaltheater zu sehen. Das Tanz-Ensemble der New Yorker Kompanie „Shen Yun Performing Arts“ bereiste die Mainmetropole auf seiner Europa-Tournee und brachte den Glanz einer jahrtausendealten Hochkultur dem staunenden Publikum dar. Farbenprächtige Kostüme, graziöse Tänze, alte Legenden, humorvolle und auch tragische Geschichten – für jeden war etwas dabei.

An diesem Abend war auch der Karlsruher Bürgermeister Dr. Albert Käuflein unter den Gästen im Mannheimer Nationaltheater – und war von der Aufführung „sehr beeindruckt“. Dabei meinte Dr. Käuflein nicht nur die ausgefeilte und patentierte Bühnentechnik des New Yorker Shen-Yun-Ensembles, „die reale und die virtuelle Bühne mit Multimedia – das ist natürlich sehr gut gemacht“, lobte der für Kultur und Ordnung zuständige leitende Stadtbeamte, der für diesen Abend eine 70-Kilometer-Anreise auf sich genommen hatte.

Menschen verbinden und auf Höheres verweisen

Neben tänzerischen und musikalischen Darbietungen bietet die Shen-Yun-Kompanie auch Legenden aus der 5.000-jährigen Geschichte Chinas, die traditionell stark mit spirituellen Aspekten durchzogen ist – ganz im Gegensatz zum heutigen modernen China unter kommunistischer Herrschaft. Man spricht daher auch von einer halbgöttlichen Kultur des alten China.

In der Halbzeit-Pause meinte Bürgermeister Käuflein im Interview: „Mir geht durch den Kopf, dass wir das, obwohl wir einen zeitlichen und räumlichen, kulturellen Abstand haben, trotzdem verstehen. Dieser Tanz, diese Musik ist etwas, was Menschen verbinden kann.“ Erklärend dazu gab Dr. Käuflein noch etwas zu seinem „spirituellen“ Hintergrund preis: „Es ist alles sehr emotional. Was Sie vielleicht nicht wissen, ich bin von Hause aus katholischer Theologe und finde deswegen diese religiösen Momente ganz interessant.“

Der Karlsruher Kultur-Bürgermeister sagte, dass er glaube, „dass Kunst und Kultur, dass auch dieser Tanz uns auf etwas verweisen kann, was den Menschen übersteigt, auf das Göttliche, auf das Transzendente, auf das Spirituelle, wie auch immer Sie sagen möchten.“

Dr. Käuflein sprach seine Empfehlung aus: „Es lohnt sich, diese Aufführung zu besuchen. Es ist sehr, sehr inspirierend“, sagte der Bürgermeister von Karlsruhe abschließend bei seinem Besuch im Mannheimer Nationaltheater. Noch in derselben Nacht postete Dr. Käuflein ein Foto mit freudigem Kommentar auf seiner Facebook-Seite: „Shen Yun, klassischer chinesischer Tanz, heute Abend im Nationaltheater in Mannheim. In der Pause wurde ich interviewt.“

Ästhetik und noch etwas viel Tieferes

Die Psychologin Christiane Bentz besuchte die Shen-Yun-Vorstellung im Nationaltheater Mannheim gemeinsam mit ihrem Vater. Es war ein Geburtstagsgeschenk für den älteren Herrn, um ihn „in eine andere Welt“ zu entführen. So hatte sich Frau Bentz das vorgestellt – und offensichtlich hatte dies auch gut geklappt: „Als Zahntechniker achtet man auf Ästhetik, auch auf Bewegung und das hat mich wirklich in eine Welt entführt, wie ich sie mir nicht hätte vorstellen können“, erklärte Hans-Dieter Bentz im Interview.

Dabei war es nicht nur die Mischung aus Akrobatik, Eleganz und Ästhetik, die Herr Bentz „einfach hervorragend“ fand, tief beeindruckt hatte den Pensionisten auch die Darstellung der Tradition, „die hier wieder vorgebracht wurde“. Er bedauerte, „dass wir in unserer Gesellschaft leider nicht mehr mit Tradition verwurzelt sind“. Aus dieser Einschätzung heraus äußerte der ehemalige Zahntechniker auch, dass es „wieder zurück zur Natur, zurück zum Menschsein, zurück auch zur Spiritualität, zum Göttlichen“ gehen sollte – „und da werd‘ ich noch lange drüber nachdenken“.

Der Wert der Tradition

Auch seine Tochter schwärmte nicht nur von den Kostümen der Tänzerinnen und Tänzer, die sie nicht nur „schön“, sondern geradezu „eine Farbenpracht“ nannte. Die ganze Vorstellung fand sie „fantastisch“ und „faszinierend“. Doch da gab es offenbar noch mehr in ihrer Wahrnehmung: Man spüre eine starke Energie, erklärte Frau Bentz. Sie habe sich schon viel mit der Tradition Chinas beschäftigt, schon als junges Mädchen habe sie das fasziniert.

Tradition findet sie sehr wichtig. Momentan gehe diese aber überall verloren, „und wir sehen ja, wo die Welt hinsteuert“. Das habe man dem zu verdanken, dass man nicht mehr wisse, wo man herkomme, „wo die Wurzeln sind und was eigentlich zählt“ – und man müsse „auch zu schätzen wissen, was man habe“, erklärte die Psychologin.

Große Gefühle durch hohe Bühnenkunst

Der Darmstädter Jens Reichenberger, Account Manager bei einer US-Maschinenbaufirma, schwärmte in der Pause: „Dieses Farbenspiel, diese Farbenpracht“ und die „tänzerische Höchstleistung“. Er schilderte, dass die Tänzer die auf der Bühne präsentierte Energie „aufs Publikum, auch auf mich zurück reflektiert“ hätten. Voller Lob war Herr Reichenberger auch für die Musik des Live-Orchesters, die ihn ergriffen habe. „Es hat mich gerührt“, meinte der Manager.

Jens Reichenberger war an diesem Abend mit seiner Ehefrau im Nationaltheater. Er hatte sie mit einem Geburtstagsgeschenk überrascht – und sie fand es „fantastisch“: „Ich bin völlig beeindruckt, völlig beeindruckt, wirklich“. Heike Reichenberger widmet sich derzeit zu Hause der verantwortungsvollen und anstrengenden Aufgabe der Kindererziehung. Hier im Theater konnte sie loslassen: „Ich habe eben auch meinen Emotionen freien Lauf gelassen und konnte weinen“, gestand die gelernte Fremdsprachensekretärin, „es ist wirklich ganz, ganz beeindruckend“.

Aufgefallen war ihr, „sie lächeln ununterbrochen“ und sie finde, dass „man merkt, dass sie nicht nur Show auf der Bühne machen, sondern das ist im Herzen“. Frau Reichenberger lobte ihre „Disziplin“ und meinte, das sei „eine hohe Kunst“. Sie fand die Künstler auch „voller Enthusiasmus“ in jeder Bewegung, tief aus dem Inneren. Sie sprach von „Zartheit“ und „Eleganz“ und von großer „Grazie“.

Tänzerische „Rebellion“ für gesellschaftliche Freiheit

Umso trauriger fand Frau Reichenberger, dass Shen Yun in China verboten ist. „Ganz schlimm“ fand sie das und „dass man im Prinzip seine Tradition, gerade auch Meditation und alles nicht ausüben kann“. Dabei taten Heike Reichenberger die Menschen in China leid. Man sei ja immer ein bisschen gegen China, „aufgrund der Herrschaft“. Aber die Menschen dort könnten ja nichts dafür, fand die Mutter und Hausfrau.

Ihr Mann verwies mit Blick auf eine der Tanzgeschichten der Gala auf „die Unterdrückung, die derzeit in dem Staat stattfindet“. Es sei schon auch „eine gewisse Rebellion, ein Widerstand dieser Tanzgruppe in New York“, die sagten, „wir wollen wieder zurück (…) zu gesellschaftlicher Freiheit“, so der Industriemanager – „und das ist wichtig“.

Weiterempfehlen will das Ehepaar Reichenberger aus Dortmund die Shen-Yun-Gala ihren Freunden „auf jeden Fall“. Die seien schon neugierig gewesen und gespannt auf ihr Feedback. Dies werde „sehr, sehr positiv sein“, versicherte Account Manager Reichenberger. Und seine Frau? „Ich würde sagen, ihr müsst euch das unbedingt angucken.“ Sie würde jetzt jedem empfehlen: „Geht da hin, weil so etwas hat man noch nie gesehen.“ Man könne es nicht in Worte fassen … (sm)

Epoch Times ist Medienpartner von Shen Yun Performing Arts.

In Europa ist Shen Yun noch bis zum 30. Juni zu sehen. Einige Shows finden noch im deutschsprachigen Raum statt:

20. – 22. Mai 2022              Basel, Schweiz
22. – 24. Mai 2022              Bregenz, Österreich
31. Mai – 3. Juni 2022       Frankfurt am Main, Deutschland

Tickets unter: Shen Yun Performing Arts.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!