Musik am Abend: Das „Lied des indischen Gastes“

Epoch Times12. Juli 2019 Aktualisiert: 12. Juli 2019 20:14
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow (1844-1908) war ein russischer Komponist. Seine Sammlung Sadko“ ist eine Opernbyline mit sieben Bildern, die um 1895/1896 entstand. Hier das 5. Bild der Geschichte, der „Lied des indischen Gastes“, gespielt vom Londoner Sinfonieorchester.

Eine Bylina (oder Byline) ist der Name für ein mittelalterliches russisches Heldenlied, Volkslied oder eine mythologische Volkserzählung. Die Grundlage von Sadko“ ist die Volkssage der märchenhaften Erlebnisse des Musikanten und späteren Kaufmanns Sadko, der im 12. Jahrhundert gelebt hat. Dieser war ein Abenteurer und Gusli-Spieler aus Nowgorod.

Die Sage handelt davon, wie er durch den König der Meere reich wurde – und ihm später in die Fänge gerät. Mit Hilfe des Heiligen Nikolaus kann er sich jedoch vom Meeresgrund befreien.

Im 5. Bild, dem „Lied des indischen Gastes“ ist Sadko wieder auf dem Heimweg mit seiner Handelsflotte. Er war zwölf Jahre unterwegs und nur sein Schiff wird nun von einer Flaute aufgehalten. Er versteht, dass der König des Meeres seinen Tribut einfordert, Sadko lässt Gold und Silber ins Meer werfen. Doch dies reicht nicht, es wird ein Menschenopfer verlangt.

Er lässt das Los entscheiden – und es fällt auf ihn selbst. Dabei wird ihm klar, dass die Prinzessin des Meereskönigs nach ihm verlangt. Sadko verläßt das Schiff (was sogleich davon segelt) und versinkt auf einer Planke im Meer. Doch das ist noch lange nicht das Ende …

Rimski-Korsakow stammt aus der angesehenen Familie Rimski-Korsakow, deren männliche Mitglieder traditionell in militärischen Diensten standen. Seine Eltern erkannten auch seine musikalische Begabung – und er erhielt während seiner militärischen und schulischen Ausbildung im Seekadettenkorps in Sankt Petersburg daher Klavierunterricht. Er hinterließ verschiedene Orchesterwerke und Opern, aber auch Chorwerke, Kammermusik, Klaviermusik und Lieder.

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