Der österreichische Schlagersänger Andreas Gabalier.Foto: Jan Hetfleisch/Getty Images

Andreas Gabalier will sich doch impfen lassen – für seine Fans

Epoch Times16. Januar 2021 Aktualisiert: 16. Januar 2021 13:55
Der populäre österreichische Schlagersänger Andreas Gabalier hatte im November 2020 durch impfkritische Äußerungen Aufsehen erregt. Nun erklärte er, sich doch impfen lassen zu wollen, sobald er an der Reihe sei. Seine Begründung: Er will wieder zurück auf die Bühne.

Jüngste Aussagen des österreichischen „Volks-Rock’n’Rollers“ Andreas Gabalier zur Corona-Schutzimpfung auf Facebook haben bei Betreibern des Impfprogramms in der Alpenrepublik für Aufatmen gesorgt.

Nachdem sich Gabalier noch im November des Vorjahres in einem Interview kritisch über Impfungen geäußert hatte und erklärte, ein oral zu verabreichendes Medikament wäre die bessere Alternative, hat er nun angekündigt, sich doch impfen zu lassen, sobald das für ihn möglich wäre.

Gabalier: „Man hat uns als Kind zu viel hineingespritzt“

Im November hatte Gabalier, der unter seinen Fans auch für regelmäßige kritische Äußerungen zum Zeitgeist geschätzt wird, in einem Interview mit der Zeitschrift „Weekend“ erklärt, er wolle sich nicht gegen Corona impfen lassen, wenn ein Präparat auf dem Markt wäre. Er begründete dies mit den Worten:

„Ich glaube, dass man uns als Kind viel zu viel hineingespritzt hat. Das weiß man ja heute. Vom Hausverstand her glaube ich, dass ein Medikament, das bei schweren Verläufen hilft, besser wäre.“

Ein solches Medikament ist im Fall von Corona nach wie vor nicht in Sicht. Derzeit wird in Österreich in Phase 1 des Impfplans der Bundesregierung Personen über 80 Jahren und Pflegepersonal sowie anderen Personen mit intensivem Kontakt zu gefährdeten Gruppen die Impfung angeboten. Das Interesse an der Impfung blieb jedoch zumindest zu Beginn hinter den Hoffnungen der Regierung zurück.

Psychologin: „Wenn Gabalier sich nicht impfen lässt, haben wir ein Problem“

Beobachter machten unter anderem auch skeptische Aussagen bekannter Persönlichkeiten wie Andreas Gabalier dafür mitverantwortlich. Im „Kurier“ erklärte die Psychologin Ulrike Schiesser zur Frage, wie die Impfbereitschaft der Österreicher gesteigert werden könne:

„Am meisten würde wahrscheinlich eine Kampagne mit Prominenten helfen: Wenn Andreas Gabalier sagt, ja, sicher lass ich mich impfen, hat das einen größeren Effekt als die tausendste Diskussionssendung. Wenn er sich nicht impfen lässt, haben wir wirklich ein Problem.“

„Ich möchte wieder in Stadien stehen und Musik machen“

Nun hat Gabalier, der nach eigenen Angaben den Lockdown in den Bergen verbringt und zum Schreiben neuer Songs nutzt, via Facebook an seine Fangemeinde gewandt und erklärt, sich doch an der Impfung zu beteiligen. Er sehe diese als den schnellsten Weg zurück in die Normalität auf der Bühne.

In seinem Kurzvideo erklärte der Sänger, er fühle sich „geschmeichelt, dass man meinem Wort und meiner Meinung über diese Impfung offenbar mehr Beachtung schenkt als dem großer Politiker, Virologen oder Ärzte“. Er habe es jedoch satt, Monat für Monat in Medien „zum Spielball gemacht“ zu werden.

Weiter erklärte Gabalier, es seien die Politiker, die sich um das Thema „Corona“ kümmern müssten. Allerdings wünschte sich auch niemand mehr als er selbst die Rückkehr zum alten Leben vor der Krise. Aus diesem Grund werde er auch zur Impfung gehen:

„Ich möchte wieder in Stadien stehen und Musik machen für diesen großen Fankreis in ganz Europa, und das wird ohne Impfung auch nicht möglich sein. Und für den Fall, dass diese Impfung irgendwann einmal parat gestellt werden wird, werde auch ich mich impfen lassen.“

Im Vorjahr musste aufgrund der Corona-Krise ein geplantes Großkonzert Gabaliers auf dem Freigelände der Messe München abgesagt werden. Dieses soll nun im kommenden Juli nachgeholt werden.


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