Studie: Außerirdische Zivilisationen erkunden Milchstraße, Besuch der Erde vor Jahrmillionen möglich

Epoch Times26. September 2019 Aktualisiert: 26. September 2019 11:35
Aliens oder nichtmenschliches zivilisiertes Leben in unserer Milchstraße hat die Erde bereits besucht - vor Millionen Jahren. Eine aktuelle Studie besagt, dass wir Menschen uns dessen nur nicht bewusst sind - oder sein wollen.

Eine Studie, welche am 20. August im „Astronomical Journal“ veröffentlicht wurde, untersucht das bekannte Fermi-Paradoxon und besagt dabei, dass es durchaus möglich ist, dass außerirdische Zivilisationen die Erde bereits besucht haben.

Dies sei aber so lange her, dass wir uns dessen einfach nicht bewusst sind. Die Studie hatte zum Ziel, das Fermi-Paradoxon zu untersuchen, welches die Frage aufwirft, warum wir bisher keinerlei (deutliche) Anzeichen für fremdes Leben feststellen konnten.

Sollte außerirdisches Leben existieren, dann geht Enrico Fermi davon aus, dass diese die Möglichkeit haben gewissermaßen beliebig zwischen den Sternen zu reisen. Der Physiker fragte in seiner Untersuchung die vielfach in diesem Kontext zitierte Frage: „Wo sind sie denn?“

Die kürzlich veröffentlichte Studie greift dies. Sie legt nahe, dass außerirdische Zivilisationen Strategien entwickelt haben müssten, um Galaxien bereisen zu können.

Sind wir die einzige technologisierte Zivilisation?

Jonathan Carroll-Nellenback, ein Computerwissenschaftler und Hauptautor der Studie, erklärte gegenüber Business Insider: „Entweder verlässt niemand seinen Planeten oder wir sind die einzige technologisierte Zivilisation in der Galaxis.“

Carroll-Nellenback merkte zudem an, seine Entdeckungen stellten eine Arbeit des Astrophysikers Michael Hart infrage, welcher 1975 argumentierte, dass es unwahrscheinlich sei, dass andere zivilisierte Lebensformen in der 13,6 Milliarden Jahre alten Galaxie bereits entdeckt worden seien.

Der Computerexperte meinte jedoch, dass Michael Hart die Bewegung unserer Galaxie, welche die Möglichkeit der interstellaren Reise beeinflussen könnten, in seinen Forschungen nicht berücksichtigt habe. Während Planeten Sterne umkreisen, wird das galaktische Zentrum auch von Sternensystemen umkreist. Es dauert 230 Millionen Jahre, bis unser Sonnensystem die Milchstraße umkreist.

In Anbetracht der Tatsache, dass Sonnensysteme mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten kreisen, ist es möglich, dass außerirdische Lebensformen darauf warten, dass sich bewohnbare Zonen ihnen nähern. Dies könnte bedeuten, dass Außerirdische die Erde vor Millionen von Jahren besucht haben, noch bevor sich die Menschen entwickelt haben. Oder es könnte auch bedeuten, dass sie die Erde einfach noch nicht gefunden bzw. erreicht haben.

Keine Delfine im Pool schließen Leben im Ozean nicht aus

„Bewohnbare Welten sind so selten, dass man für eine Begegnung einfach länger warten muss. Eine Zivilisation muss lange warten, bevor eine andere in Reichweite kommt“, sagte Carroll-Nellenback. Er fügte hinzu, dass diesbezüglich „entmutigende“ Forschungen keineswegs bedeuten, dass es kein fremdes Leben gibt.

Er stellt klar und deutlich fest: „Es bedeutet nicht, dass wir allein sind. (…) Es bedeutet nur, dass bewohnbare Planeten wahrscheinlich selten und schwer zu erreichen sind.“

Die Studie kam zu dem Schluss, dass das Ausschließen jeglichen Lebens auf allen geschätzten bewohnbaren Planeten der Galaxis nicht stimme. Als Beispiel gibt man die Weiten des Meeres an: Würde man Delfine in einer Größe eines Pools als Teil des Ozeans nicht finden, würde man wohl auch nicht gleich behaupten, dass es keine Delfine im Ozean gibt.

Die Forscher sind somit der Meinung, dass fremdes Leben möglicherweise auf einem anderen Planeten, der 30 Billionen Meilen von der Erde entfernt ist, existieren könnte.

Potenzial für Leben auf Barnard B

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Barnard B, ein Planet der den Barnard-Stern umkreist, könnte laut einer im Januar von Astrophysikern der Universität Villanova veröffentlichten Studie das Potenzial für Leben haben – wenn dort Wasser vorhanden ist.

Der Stern befindet sich etwa sechs Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Ophiuchus und ist der viert-nächste bekannte Stern der Sonne. Ein Ozean könnte die Möglichkeit für die Existenz von primitivem Leben aufgrund geothermischer Erwärmung bieten.

„Geothermische Erwärmung könnte sogenannte Lebenszonen unter der Oberfläche unterstützen, ähnlich wie unterirdische Seen in der Antarktis“, sagte Edward Guinan, einer der Autoren in einer Erklärung.

Dabei ähnelt die Temperatur auf Barnard B dem Jupitermond – ungefähr 114 Grad Celsiua unter Null. Die Forscher sind sich einig: Wenn es Wasser auf dem Planeten gibt, könnte es Bedingungen für Leben in einer ansonsten unwirtlichen Umgebung schaffen. (cs)