Deutscher Ärztetag: Recht auf Bildung für Kinder nur mit Corona-Impfung

Epoch Times11. Mai 2021 Aktualisiert: 11. Mai 2021 16:48
Sprach man vor Kurzem noch von einer „Impflicht durch die Hintertür“, hat sich das mittlerweile schneller bewahrheitet als gedacht. Die Impflicht, vor Monaten von offizieller Seite noch ausgeschlossen, wird nun vom Deutschen Ärztetag ausdrücklich gefordert, und zwar für Kinder. Ansonsten soll ihnen das Grundrecht auf Bildung entzogen werden.

Die Debatte um die Kinderimpfung verlief bisher eher verhalten. Nachdem die Rufe nach einer Covid-19-Impfung für Kinder anfangs vereinzelt laut wurden, nahmen sie in den letzten Tagen fast hysterisch zu.

Vor wenigen Tagen hat der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Klaus Reinhardt vor negativen Kollateraleffekten der Coronaeindämmungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche gewarnt. Es gehe dabei nicht nur um entstandene schulische Bildungsdefizite, sondern mehr noch darum, dass viele Kinder „wichtige Entwicklungsphasen in sozialer Isolation erlebt“ hätten, sagte Reinhardt anlässlich des diesjährigen Ärztetags, wie „RT“ berichtet.

Um besagte Kollateralschäden für Kinder zu verhindern, kommt der Ärztetag nun zu einer ganz eigenen Schlussfolgerung: In einem Beschlussprotokoll hat er die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich eine Covid-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.

Demnach könne das Recht auf Bildung im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen Corona-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führe ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die psychische Entwicklung.

So wird die Bundesregierung dazu aufgefordert, „die Forschung zu Impfstoffen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sofort“ finanziell und organisatorisch zu fördern.

Der weltgrößte US-Pharmakonzern Pfizer lässt aktuell gemeinsam mit seinem deutschen Partner BioNTech von der Ständigen Impfkommission (STIKO) prüfen, ob auch Kinder ab zwölf Jahren mit dessen Vakzin geimpft werden können.

STIKO-Experte warnt vor übereilten Impfungen der Kinder

Arzt und STIKO-Mitglied Martin Terhardt mahnt allerdings zur Vorsicht bei der geplanten Covid-Impfung von Kindern. Es lägen keine Langzeitstudien vor. Da Kinder viel seltener schwer erkranken und die Verläufe „sehr harmlos“ bei ihnen ablaufen, wäre das „Risiko-Nutzen-Verhältnis“ insofern ein „deutlich anderes“ als bei Erwachsenen.

(…) Ich erlebe auch in der Elternschaft eine sehr begrenzte Bereitschaft, ihre gesunden Kinder jetzt zu impfen, solange sie nicht wissen, dass der Impfstoff absolut sicher ist und sie kein Risiko eingehen.“

Er wünsche sich mehr Zurückhaltung von Politik und Medien, da es noch keine ausreichenden Daten dafür gebe, die Impfung für Kinder und Jugendliche zu empfehlen.

Deutscher Ärztetag: „Ohne Impfung kein Recht auf Bildung“

Hingegen fordert der Deutsche Ärztetag, eine „proaktive mediale Kommunikation“ für die Impfung von Kindern und Jugendlichen „vorzubereiten und umzusetzen“ mit der Begründung, dass circa 14 Prozent der Bevölkerung jünger seien als 16 Jahre.

Um in unserem Land eine Herdenimmunität gegen die SARS-CoV-2-Pandemie zu erreichen, muss diese Lücke unbedingt geschlossen werden.“

Auch Kinder und Jugendliche seien gesundheitlichen Risiken infolge einer SARS-CoV-2-Erkrankung ausgesetzt. Deshalb müsse „die Immunität“ auch für diese Gruppe „durch eine Impfung und nicht durch eine Durchseuchung“ erzielt werden, heißt es in dem Beschluss.

Die Dringlichkeit einer Impfung, „insbesondere auch für jüngere Kinder“ wird vom Ärzterat damit begründet, dass ansonsten „ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung“ führe.

Im Schlusssatz des Beschlusses deutet der Ärztetag Entzug von Freiheiten bei Nichtimpfung an: „Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“

 

Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, sagte vor einem Jahr, es sei Unsinn, „dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen, ihre Grundrechte verlieren sollen.“

Bei dem Recht auf Bildung handelt es sich um ein international anerkanntes, grundlegendes Menschenrecht, das jedem Menschen zu gewährleisten sei. Den Forderungen des Ärztetages zufolge scheint dieses Grundrecht nun in Gefahr.

Dr. Rabe: Impfpflicht für Kinder ist eine „indiskutable Forderung“

Massive Kritik kommt auch vonseiten des eingetragenen gemeinnützigen Vereins „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“. So spricht etwa Dr. Steffen Rabe von einer „indiskutablen Forderung“ und einer „unerträglichen Anmaßung der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen“.

„Als Ärztinnen und Ärzte distanzieren wir uns aufs Schärfste von diesem Papier. Schulen und Kitas können, Schulen und Kitas müssen sofort wieder geöffnet werden, ohne sinnlose Massentests und ohne fragwürdige Impfexperimente an Kindern und Jugendlichen.“

In einem eigenen Positionspapier fordert der Verein unter anderem eine besonders gründliche Nutzen-Risiko-Abwägung für Kinder, denn „Kinder sind durch Nebenwirkungen der Impfung besonders gefährdet.“ (aa)



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