Künstliche Fingernägel lassen Nägel brüchig werden

Von 20. Januar 2012
Jede zweite bis dritte deutsche Frau zwischen 15 und 50 Jahren lässt sich mit künstlichen Fingernägeln ihr Aussehen verschönern. Doch die künstlichen Nägel haben ihren Preis: Sie können zu Pilzbefall und Allergien führen, die natürlichen Fingernägel werden durch das Bearbeiten dünner und anfälliger für Verletzungen und auch nach dem Entfernen der Kunststoffnägel können nachträglich Infektionen und Veränderungen an den natürlichen Fingernägeln auftreten.

Ferner schwächt das Überkleben das Nagelorgan und führt zur Verdünnung der Nagelplatte. Bei der Bearbeitung des Nagels besteht die Gefahr, sich mit einem Nagelpilz zu infizieren. Ein zu starkes Feilen erhöht zusätzlich das Risiko einer Infektion. Im Falle von Nagelveränderungen durch das Tragen künstlicher Nägel sind Infektionen mit Pilzerregern weit verbreitet. Ärztliche Untersuchungen haben gezeigt, dass in mehr als neun Zehntel der farblich veränderten natürlichen Fingernägel von Pilz befallen waren. Es besteht damit auch ein erhöhtes Übertragungsrisiko für mikrobielle Infektionen auf Dritte. „Menschen, die in Berufen arbeiten, in denen Händehygiene wichtig ist, zum Beispiel Küchen-, Pflege- und medizinisches Personal, sollten von künstlichen Fingernägeln Abstand nehmen“, so die TK. „Die Gefahr von Keimbesiedelung durch die Verletzung des Nagels ist viel höher als bei naturbelassenen Nägeln.“

An Fingernägeln lassen sich viele Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen ablesen. Flecken, Rillen und Furchen in den Nägeln sind oft Anzeichen von Störungen im Organismus. Überzieht man die natürlichen Nägel dauerhaft mit einer künstlichen Schicht, sind diese Warnsignale des Körpers darunter nicht mehr sichtbar. Erkrankungen können somit länger unerkannt bleiben und sich weiter ausbreiten.

Forscher der Hautklinik der Universität Aachen haben bereits vor Jahren herausgefunden, dass die Dämpfe, die beim Befestigen und Aushärten von künstlichen Fingernägeln frei werden, Allergien der Haut hervorrufen können – meist gegen das Klebemittel Acrylat. Schwellungen und Hautausschläge im Gesicht sowie an den Händen können die Folge sein.

Selbst nach Entfernung der künstlichen Nägel kommt es oft zu Infektionen mit Pilzen oder Bakterien. Diese führen dann zu unschönen Veränderungen an den natürlichen Nägeln. Hautärzte von drei Medizinzentren in Israel haben einige Patientinnen unter die Lupe genommen, die nach der Entfernung ihrer künstlichen Nägel Nagelveränderungen aufwiesen. Bei Trägerinnen künstlicher Fingernägel sind Pilzinfektionen wesentlich häufiger als in der Allgemeinbevölkerung.

Da die Pilzsporen der Fingernagelpilze eine Waschtemperatur von 60 Grad überstehen, sollten die Wäschestücke, die mit dem Pilz in Kontakt kommen, bei 90 Grad Celsius gewaschen werden. Alternativ kann auf Antipilzpuder zurückgegriffen werden. (ps)



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