Feeling blue benennt eine melancholische Stimmung. Ein Blue Moon (engl. „blauer Mond“) ist im englischen Sprachraum landläufig die Bezeichnung für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. Hier über New York am 31. Juli 2015.Foto: KENA BETANCUR/AFP/Getty Images

„Feeling blue“ heißt nicht gleich Depression!

Von 17. Dezember 2015 Aktualisiert: 17. Dezember 2015 14:40
Leider werden schon leichte Stimmungsschwankungen als Depression eingestuft, die mit Medikamenten behandelt werden. Natürliche Heilmethoden haben keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Mittlerweile gilt eine leichte Stimmungsschwankung schon als Depression, eine weit verbreitete Volkskrankheit. Ca. 16 Millionen Deutsche leiden an Depressionen und diese alarmierende Zahl verdeutlicht, wie ernstzunehmend diese Krankheit heutzutage ist. Auch junge Menschen gehören zu den Patienten, und Ärzte verschreiben sehr schnell hochdosierte Antidepressiva. Besonders die sogenannten reichen Länder sind betroffen.

Leider werden oft schon leichte Schwankungen der Stimmung als Depression eingestuft, die ebenfalls mit Medikamenten behandelt werden. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente lösen mit all ihren Nebenwirkungen wieder andere Symptome aus, die wiederum mit weiteren Medikamenten behandelt werden müssen. Nicht selten beschreiben die betroffenen Patienten ihr Leben wie in einem Hamsterrad.

Das Problem scheint zu sein, dass die Ärzte die Psyche nicht wirklich biologisch erfassen können, wie zum Beispiel das Herz oder die Lunge. Depressionen können eine krankhafte psychische Störung sein, wobei hier in den meisten Fällen auch eine Erkrankung des Gehirnstoffwechsels vorliegt. Und dem versucht man medikamentös entgegenzuwirken. Nur, wo ist die Grenze zwischen einer Niedergeschlagenheit und einer wirklichen Depression?

Gerade die Anfangssymptome sind dieselben und werden gleich behandelt. Denn eine leichte Verstimmung, die oft mit Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und ausgeprägten Schlafstörungen einhergeht, weist zuerst die gleichen Anzeichen auf, wie bei einer schweren Depression. Nur könnten diese aber tatsächlich auch mit anderen Methoden behoben werden, sodass sich hieraus nicht eine wirklich schwere Psychose und Medikamentenabhängigkeit entwickeln muss.

Oft sind es ganz einfache Tatsachen, die zu diesen Verstimmungen und leichten Depression führen können. Man weiß, wie sich durch die vermehrte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol der Stoffwechsel verändern kann. Und werden diese Stoffe nicht abgebaut, lagern sie sich in der Leber ein und sind die Hauptursachen für massive Schlafstörungen. Und damit kann der teuflische Kreislauf beginnen.

Denn wer gerädert und unausgeschlafen den Tag beginnt, fühlt sich schlecht und ist nicht in der Lage sein Pensum zu erfüllen. Studien haben ergeben, dass Menschen mit Schlafstörungen sich schlecht ernähren. D.h. viele Kohlenhydrate, Fette und Zucker, was wiederum zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels führt und mit diesen simplen Methoden kann der Teufelskreislauf in die echte Depression beginnen.

Natürliche Heilmethoden

Ernährung: Eine gesunde Ernährung hilft, den Stoffwechsel aktiv zu halten, denn ein niedriger Stoffwechsel führt nicht selten dazu, sich schwer, behäbig und müde zu fühlen. Diese körperliche und seelische Abgeschlagenheit braucht unbedingt eine vitaminreiche Ernährung, die besonders alle B-Vitamine und Folsäure beinhalten sollte. Denn die B Vitamine sind essentiell wichtig für gute Nerven, Energie und Power. Vitamin B1 ist außerdem entscheidend am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt. Herrscht ein Mangel vor, können Kreislaufstörungen auftreten. Eine permanente Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sind die Folgen.

Aber auch die Vitamine B2, B6, und B12 sind tagtäglich notwendig, um bei der Regeneration jeder Zelle im Körper zu helfen, den Aufbau der Nerven zu gewährleisten und das Immunsystem intakt zu halten. All die B-Vitamine sind in Fleisch, Hülsenfrüchten und Getreide zu finden. Auch Milch und Käseprodukte weisen einen hohen Anteil an Vitamin B auf. Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind auf Dauer künstliche Mikronährstoffe, wie sie zum Beispiel als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden. Ein Blick auf das Impressum des Herstellers lohnt sich hier.

Folsäure ist für die gesamte Zellteilung im Körper wichtig und für die Blutbildung zuständig. Wer viel Alkohol trinkt, schwanger ist oder stillt, braucht etwa 1/3 mehr als die üblichen 150 µg. Folsäure finden Sie ebenfalls in Gemüse, Fleisch und Weizenvollkornprodukten.

Essen hat natürlich einen großen Einfluss auf unser seelisches Befinden. Man kann die Produktion von Glückshormonen auch durch die Ernährung beeinflussen. Hier spielt der Eiweißbestandteil Tryptophan eine entscheidende Rolle. Unser Körper kann Tryptophan nicht selbst herstellen, d. h. wir müssen es mit unserer Nahrung aufnehmen. Besonders tryptophanhaltig sind Samen, Nüsse, und Keime (Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne, Weizenkeime…) aber auch hochwertiges Kalbs- und Rindfleisch. Oder gelbe Käsesorten wie Emmentaler Käse. Damit Tryptophan in das Glückshormon Serotonin umgewandelt werden kann, werden zudem eine Reihe von Vitaminen (z. B. Niacin und die B-Vitamine) und andere Mikronährstoffen benötigt.

Vitamin D – ein gut gehütetes Geheimnis

Aber auch ein anderes Vitamin spielt eine ganz entscheidende Rolle bei Depressionen. Die meisten von uns besitzen einen zu niedrigen Wert an Vitamin D. Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selber bilden kann, vorausgesetzt er bekommt Hilfe vom Tageslicht und der Sonne. Vitamin D ist maßgeblich dafür, dass es uns vor allen Dingen psychisch gut geht. Was die meisten Menschen nicht wissen, bei einem Anzeichen von Mangelerscheinungen, beginnen die Stimmungsschwankungen und über einen längeren Zeitraum können diese dann zu schweren Depressionen führen.

Selten misst ein Arzt das Vitamin D im Blut, wenn ein Patient mit den Symptomen einer Depression in die Sprechstunde kommt. Aber die Kosten von 23,95 €, um das Blut auf Vitamin D testen zu lassen, würden vielleicht ein jahrelanges Martyrium mit Medikamenten und Antidepressiva umgehen, wenn der Arzt zu dieser ganz simplen Methode greifen würde. Denn die meisten Menschen mit Depressionen weisen einen zu niedrigen Wert des Vitamins D auf. Denn um seinen Pegel konstant zu halten, müsste man sich jeden Tag mindestens 4-5 Stunden bei sonnigem Wetter draußen aufhalten. Das ist vor allen Dingen nicht in Deutschland gewährleistet. Die Folgen sind: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Probleme mit den Knochen, Depressionen und die Mineralstoffe Calcium und Phosphat können vom Körper nicht gut aufgenommen werden.

Vitamin. D kann die meisten Symptome einer Depression auf Dauer beheben. Hoch dosiertes Vitamin D ist verschreibungspflichtig. Vitamin D wird lange im Körper gespeichert, so dass eine einzelne Tablette mit einer Höhe von 20.000 µg für ca. eine Woche ausreicht. Patienten mit den Symptome einer Depression, die erfolgreich diese Vitaminkur eingehalten haben, konnten wieder zu einem normalen Leben zurückkehren.

Sportliche Aktivität: Wer unausgeschlafen den Tag beginnt, sich schlecht ernährt, wird auch meistens nicht den Elan verspüren, sich sportlich zu betätigen. Aber gerade Sport ist unabdingbar, um die Stresshormone Cortisol und Adrenalin aus dem Körper zu schwemmen. Besonders Sport, am besten an der frischen Luft, hilft, um Depressionen entgegenzuwirken. Denn je mehr man sich draußen aktiv betätigt, umso mehr kann auch das natürliche Vitamin D im Körper produziert werden. Ein regelmäßiges Sportprogramm sollte aufrechterhalten werden, um sich körperlich zu betätigen, denn nur so kann auch ein gut funktionierender Stoffwechsel beibehalten werden.

Fitness und das Erlernen neuer Sportarten kann zudem das Selbstbewusstsein steigern. Sportvereine schaffen neue soziale Kontakte. Die Endorphin Ausschüttung kann auch die Konzentration antidepressiv wirksamer Neurotransmitter anheben und das Stresshormon Kortison absenken. Die positive Wirkung körperlicher Aktivitäten bei Depressionen ist inzwischen in Studien eindeutig belegt.

Soziale Kontakte Es hat sich auch erwiesen, dass depressive Menschen zu sehr auf ihre eigenen Probleme fixiert sind. Sich  gemeinnütziger Arbeit, Charities oder ehrenamtlichen Aufgaben zuzuwenden hilft, sich auch mit dem Problem anderer Menschen zu beschäftigen und nicht selten relativieren sich damit die eigenen Probleme. Auch das Gefühl gebraucht zu werden, ist eine große Hilfe, wieder Teil des aktiven Lebens zu sein.

Sich Ziele zu setzen ist eine der wichtigsten Aufgaben, die man Menschen mit leichten bis schweren Depressionen rät. Es hilft, aus seinem Alltagstrott herauszutreten und sich wirklich Aufgaben zu stellen, die einen Sinn haben und das Leben lebenswert gestalten.

Denn depressive Menschen sind meistens derart in ihrem inneren Gefängnis gefangen, dass sie sich nur noch selber in den Mittelpunkt stellen. Sich unter Menschen zu begeben beinhaltet auch, sich auf andere Sachen zu konzentrieren. Sich Ziele zu setzen ist enorm wichtig, um dem Gefühl von Hoffnungslosigkeit entgegenzuwirken. Und es geht hier nicht darum, Großes in der Weltgeschichte zu vollbringen. Denn wie sagt das bekannte Sprichwort: Der Weg ist das Ziel!

Auf Englisch: Depressionen ohne Antidepressiva überwinden.

Siehe auch:

Beeren – ein Geheimtipp, besonders für Frauen!



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