Ein Apfelstrudel macht noch keinen Herbst …

Von 27. September 2020 Aktualisiert: 27. September 2020 6:33
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Apfelstrudel noch nicht den Herbst, aber die grünen, roten und goldenen Früchte haben Hochsaison. Dabei spielen Äpfel nicht nur in der Küche seit Jahrtausenden eine alles entscheidende Rolle.

Der Apfel zählt zu den ältesten Wild- und Kulturobstarten und hat in Deutschland von August bis Oktober Saison. Aufgrund seiner guten Lagerfähigkeit sind jedoch das ganze Jahr über eine Vielzahl an verschiedenen Sorten im Supermarkt erhältlich. Bei uns Deutschen ist der Apfel meist das Lieblingsobst – bei einem Pro-Kopf-Verzehr von etwa 17 Kilo im Jahr.

Ursprünglich kommt der Apfel vermutlich aus Westasien, auch heute noch stehen dort die beiden ältesten Apfelsorten. Sie sind klein, recht hart und schmecken säuerlich herb. Etwa um 100 vor Christus gelangte die Frucht nach Nordeuropa und blieb bis in die Neuzeit hinein ein Luxusobjekt.

Die Verbannung aus dem Paradies, Troja und Schillers Meisterwerke

Viele Legenden und Geschichten ranken sich um den König der Früchte. So wird der Apfel in der griechischen Mythologie mit dem Trojanischen Krieg in Verbindung gebracht. Paris hatte die Aufgabe, die schönste Göttin zu wählen, indem er ihr einen goldenen Apfel gab. Dem weiblichen Charme erlegen, traf er eine folgenschwere Entscheidung und ging damit in die Geschichte ein.

Im Mittelalter stellte man sich das Paradies in Form eines großen Gartens mit vielen prächtigen Apfelbäumen vor, aus denen bezaubernder Gesang erklang. So hofften Könige und Helden, nach ihrem Tod ins legendäre Apfelland zu kommen.

Bei Friedrich Schiller lagen in der Schublade seines Schreibtisches immer faulende Äpfel. Diesen Duft fand er, zum Leidwesen seiner Mitmenschen, höchst inspirierend und brauchte ihn zum Arbeiten.

Im Gegensatz dazu verströmt dieser Apfelstrudel einen fruchtig leckeren Duft im ganzen Haus. Und weil hier die knackige und süße Sorte Gala Verwendung findet, kommt die Füllung gänzlich ohne Zucker aus. Auch der Teig aus Vollkornmehl sorgt für einen gesunden Genuss.

Apfelstrudel – Zutaten für 6 Portionen

Für den Teig

  • 270 g Dinkelvollkornmehl, alternativ herkömmliches Weizenmehl
  • 5 EL Walnussöl, alternativ Pflanzenöl
  • 140 ml lauwarmes Wasser

Für die Füllung

  • 600 g Äpfel (eine süße Sorte)
  • 30 g Rosinen
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 20 g gehackte Mandeln
  • 70 g zerlassene Butter
  • 1 gehäuften TL Zimt
  • ½ TL Kardamom

Zubereitung (etwa 60 Minuten + Backzeit 30 Minuten)

Zuerst die Rosinen in etwas Wasser einweichen. Anschließend alle Zutaten für den Teig mit den Händen gleichmäßig verkneten. Den fertigen Teig zu einer Kugel formen. In einer Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort für 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen die Äpfel schälen und das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel in feine Streifen schneiden und in einer Schüssel mit gehackten Mandeln, eingeweichten Rosinen, Zimt und Kardamom vermengen.

Den Teig auf ein mit Mehl bestäubtes Geschirrtuch geben und mit dem Nudelholz sehr dünn ausrollen.

Nun die gemahlenen Mandeln gleichmäßig auf den Teig streuen.

Die Füllung auf den unteren Teil des Strudelteiges geben.

Mithilfe des Geschirrtuchs vorsichtig den Teig um die Apfelmasse schlagen. Nach jedem Umschlagen den Teig mit der zerlassenen Butter bestreichen. Die Ränder des Strudels zusammen drücken.

Den Strudel mit der Naht nach unten auf ein Ofenblech mit Backpapier legen. Anschließend die restliche Butter darüber verteilen.

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Im vorgeheizten Backofen bei 180° Celsius für ca. 25 bis 30 Minuten backen. Vor dem Anschneiden den Strudel 20 Minuten ruhen lassen.

Entweder mit Puderzucker, Vanillesoße oder beidem servieren. Guten Appetit!

Rezept und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Bettina Schwarz, bettinas-jungbrunnen.de