Essbare Blüten
Blumen sind ein Genuss für die Sinne.Foto: iStock

Für Augen und Gaumen: Neun leckere und gesunde Blumen zum Essen

Von 28. August 2022
Blumen sind eine wunderbare Möglichkeit den Speiseplan mit Nährstoffen und einzigartigen Geschmacksrichtungen zu bereichern.

Blumen stehen bei vielen Menschen für gewöhnlich auf dem Tisch statt auf dem Speiseplan. Dabei gibt es viele unter ihnen, deren Blüten nicht nur köstlich in einer Vielzahl von Gerichten aussehen, sondern auch gesund sind.

Wichtig ist dabei jedoch, dass nicht alle Blumen im heimischen Garten, am Straßenrand oder auf Wiesen unbedenklich genießbar sind. Selbst wenn ein Teil der Pflanze unbedenklich zu essen ist, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass alle Teile genießbar sind. Außerdem gibt es bei einigen Blumen wichtige Hinweise, die bei der Zubereitung und dem Verzehr zu beachten sind. Richtig zubereitet bilden sie jedoch eine wunderbare Ergänzung für Hauptgerichte, Salate, Soßen und Getränke.

Die Blüten der folgenden neun Blumen sehen nicht nur hübsch aus, sondern eignen sich auch perfekt für den täglichen Speiseplan.

Borretsch

Die sternförmigen blauen, rosafarbenen oder weißen Blüten des Borretschs werden seit Langem wegen ihrer heilenden Wirkung bei Husten und Halsentzündungen geschätzt. Aber auch roh sind die Blätter und Blüten wegen ihres gurkenartigen – daher der Beiname Gurkenkraut – und leicht süßen Geschmacks eine wahre Gaumenfreude in Salaten. Gekocht können Borretschblüten auch in Soßen, Eintöpfen, Suppen oder als Beilage genossen werden.

Löwenzahn

Manche Menschen betrachten Löwenzahn als Unkraut, dabei sind seine leuchtend gelben Blüten, Blätter, Wurzeln und Stängel reich an Antioxidantien. Außerdem ist er wegen seiner zuckerhemmenden Eigenschaften auch für Menschen mit Diabetes geeignet.

Die Blüten und Blätter können dabei roh in Salaten verzehrt werden. Ebenso eignen sich die Blüten als Ergänzung zu gebratenen Teiggerichten, für Gelee und Wein. Besonders empfehlenswert sind aber auch die Wurzeln des Löwenzahns. Als Tee aufgebrüht, wirken sie sich positiv auf die Verdauung aus und können den Magen-Darm-Trakt schützen, wie eine Studie aus dem Jahr 2022 zeigt.

Hibiskus

Dass Hibiskus nicht nur ein Augen-, sondern auch ein Gaumenschmaus ist, ist bereits lange Zeit bekannt. Die beliebteste essbare Art ist der Hibiscus sabdariffa (auch Roselle genannt). Seine großen rosafarbenen, gelben, roten und weißen Blüten können direkt von der Pflanze abgeschnitten und verarbeitet werden. Ein besonderer Genuss sind diese vor allem in Salaten oder Marmeladen.

Jüngste Forschungen haben außerdem gezeigt, dass der tägliche Verzehr eines Hibiskusgetränks (circa 200 Milliliter) positive gesundheitliche Effekte hat. Mit seinem hohen Gehalt an Antioxidantien hilft Hibiskus, den Blutdruck zu senken und verbessert das Hautbild. Eine andere Studie deutet darauf hin, dass Hibiskus bei der Behandlung von hohem Cholesterinspiegel, entzündlichen Erkrankungen der Nieren und der Leber sowie Krebs hilfreich sein kann.

Lavendel

Die kleinen violetten Blüten der Lavendelpflanze haben ein herrliches Aroma und sind vor allem für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Mit seinem feinen Geschmack ist der Lavendel eine Bereicherung für viele Gerichte und Desserts. Zudem können die frischen oder getrockneten Blüten als Tee getrunken werden.

Kapuzinerkresse

Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) können roh oder gekocht verzehrt werden. Die roten, gelben oder orangefarbenen Blüten können in Salaten oder als Dekoration auf Backwaren verwendet werden, während sich die Blätter perfekt als Salatgrün oder als schmackhafte Zutat für Pesto eignen.

Ein gesunder Vorteil der Kapuzinerkresse sind ihr hoher Gehalt an Antioxidantien und ihre entzündungshemmenden Eigenschaften.

Stiefmütterchen

Stiefmütterchen gibt es in vielen Farben, wobei lila, gelb und blau die häufigsten sind. Diese Blüten eignen sich hervorragend zum Garnieren von Kuchen und anderen Backwaren oder als Beilage in Salaten. Auch das Stiefmütterchen besitzt wie die Kapuzinerkresse antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften.

Portulak

Eine der besonderen Eigenschaften des Portulaks ist sein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sowie an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Seine Blätter und zartgelben Blüten können roh in Salaten und als Beilage zu Gemüsegerichten genossen werden. Ebenso kann Portulak auch als Suppeneinlage oder gedünstet als Beilage verwendet werden.

Rose

Die US-amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein (1874 – 1946) sagte einst: „Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“ – dabei schmecken nicht alle gleich. Die mehr als 150 verschiedenen Rosenarten bieten eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen. Wichtig ist dabei jedoch, dass nur die Rosenblüten und nicht die Stiele oder Blätter verzehrt werden.

Rosenblüten können beispielsweise roh zu Salaten oder Sandwiches gegeben werden. Ebenso empfiehlt sich die Zubereitung von Rosengetränken oder Rosenblütenmarmelade.

Kürbisblüten

In vielen Gärten wachsen derzeit Kürbisgewächse wie Zucchini, Melone oder der Kürbis selbst. Häufig werden jedoch nur die Früchte und gelegentlich ihre Kerne zum Verzehr verarbeitet. Eher selten finden dagegen ihre Blüten Beachtung, die gefüllt und gebraten eine besondere Köstlichkeit im Sommer darstellen.

Wenn die Blüten des eigenen angebauten Kürbis zubereitet werden sollen, empfehlen sich hierfür vor allem die männlichen Blüten, da die weiblichen Blüten den Kürbis hervorbringen. Die männlichen Blüten haben einen dünnen, langen Stiel und befinden sich in der Regel an den äußeren Rändern der Pflanze, während die weiblichen Blüten in der Mitte der Pflanze wachsen.

Zucchiniblüten sind die am häufigsten verzehrten Kürbisblüten und können sowohl roh in Salaten als auch gekocht genossen werden.

Tipps, wie man essbare Blumen auswählt

Forscher weisen darauf hin, dass nur Blumen verzehrt werden sollten, die bekanntlich genießbar sind. Außerdem wird empfohlen, Staubgefäße und Stempel von den Blüten zu entfernen und nur die Blütenblätter zu essen.

Weiterhin sollten Blumen, die erstmals auf dem Speiseplan stehen, zunächst in kleinen Mengen ausprobiert werden. Denn hier gilt wie bei allen anderen Lebensmitteln auch, dass Menschen empfindlich auf diese reagieren können.

Auch ist es wichtig, woher die Blumen kommen und wie die Pflanzen gepflegt wurden. Aus diesem Grund sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Pflanzen pestizidfrei sind. Am sichersten ist der eigene, kontrollierte Anbau der Genusspflanzen. Viele von ihnen werden als einjährige Pflanzen gezüchtet und lassen sich leicht in Gartenbeeten, Hochbeeten und Kübeln anbauen.

Wichtig ist auch, dass die Blumen an dem Tag geerntet werden, an dem sie verwendet werden sollen. So gilt in der Regel, dass frisch gepflückte Pflanzen innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden sollten. Vor der Zubereitung sollten diese zudem vorsichtig gewaschen und zum Trocknen zur Seite gelegt werden. Für eine kurzzeitige Lagerung im Kühlschrank empfiehlt sich zudem, die frischen Blumen in ein leicht feuchtes Küchentuch zu wickeln.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „Eating Flowers: 9 Delicious, Healthy Blooms“ (deutsche Bearbeitung ger)

Dieser Artikel erschien zuerst in der Epoch Times Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 59, vom 27. August 2022.



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