Kulinarischer Ungehorsam mit der jungen Slow Food-Küche

Epoch Times15. Mai 2012 Aktualisiert: 15. Mai 2012 14:24

Am Montag, den 14. Mai rief das Slow Food Youth Network , im Rahmen des Festival n.a.t.u.r. 2012 in Bochum, zu seiner zweiten Lebensmittel-Schnippeldisko auf. Mit Küchenmesser & Sparschäler bewaffnet schritten kulinarisch inspirierte Teilnehmer unter dem Motto „Schnippeln bis die Protestsuppe kocht!“ zur Tat gegen die Verschwendung wertvoller Lebensmittel.

Kulinarischer Ungehorsam in Aktion- Disko statt Küche

Bei der zweiten Schnippeldisko des Slow Food Youth Networks in Bochum schnippelten die jungen Slow Food-Fans auf dem Platz vor dem Schauspielhaus mehrere hundert Kilo Gemüse, das zu klein, zu dünn oder zu knubbelig und deshalb unverkäuflich ist, und verkochten es zu einer Protestsuppe.

Wider die Verschwendung wertvoller Lebensmittel

Mit der Aktion wollten die Organisatoren von Slow Food auf das Problem der Verschwendung vieler Lebensmittel aufmerksam machen, das an vielen Stellen in unserem derzeitigen Ernährungs- und Produktionsmodell vorkommt – und auch zeigen, dass gemeinsam Kochen und Essen richtig Spaß macht. Zur Musik bekannter DJs engagierten sich die „Schnippler“ stundenlang.

Neue-alte Lebensmittel-Kultur

Ihr Engagement für gesunde genussvolle Ernährung und gegen Verschwendung der Lebensmittel setzen die jungen Leute kreativ um: In Berlin haben sie kürzlich zusammen mit dem Slow Food Convivium Berlin – der „alteingesessenen“ Slow Food Gruppe – 1.400 m2 Erdbeerfeld des Vierfelderhofs gejätet und vor der Verunkrautung gerettet.

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Im Harz wird gerade eine Honigwerkstatt aufgebaut. Die Münchener Slow Food Youth Studenten-Küche hält Kochkurse für den ersten eigenen Haushalt. Das Campus-Convivium Fulda organisiert Urban Gardening Workshops. Zentral für all diese Lebensmittel-Aktionen ist die Vernetzung mit anderen Organisationen und Aktivisten über Social Media und das Internet – wie für die erste Schnippeldisko in Berlin im Januar 2012 (Video siehe unten).

Wachsende Mitgliederzahlen

Der wachsende Zulauf von jüngeren Aktivisten zu Slow Food Deutschland e.V. freut Dr. Ursula Hudson, amtierende Vorsitzende des Vereins: „Der Enthusiasmus und das Engagement der jungen Leute ist nicht nur ein gutes Zeichen für die Zukunft unseres Vereins, sondern für uns alle, denn die Zukunft unseres Lebensmittel-Systems liegt in ihren Händen. Unser Essen hat eine zentrale Stellung in der Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist wichtig, Bedingungen zu schaffen, die jungen Leuten eine Zukunft im Lebensmittel-Handwerk, in der Landwirtschaft und der Fischerei sichern, und die Stadtmenschen einen unmittelbareren und selbstbestimmteren Zugang zu guten, sauberen und fairen Lebensmittel ermöglichen.“



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