Florian J. Hoffmann: „Eine unbequeme Wahrheit“- Dreißig Jahre falsche Energie-Politik

Die CO2-Kampagne lebt. Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, stehen dahinter mehrere professionelle Organisationen und dahinter wiederum UN-, EU- und bundespolitische Interessen, die über eine gewaltige finanzielle und Medienmacht verfügen. Aktuell bestes Beispiel ist die Reise unseres Bundesaußenministers Heiko Maas nach Kanada, wo er im Hochsommer (!) das Schmelzen von Polareis beklagt und sich selbst zum globalen Experten für menschengemachten Klimawandel erhebt.

Kein Zweifel, dass es sich um eine Publikums-wirksame und Zustimmung fördernde Kampagne der Bundesregierung für den CO2-Rechtehandel oder die CO2-Steuer handelt, deren Einführung wohl in diesen Tagen vom sogenannten „Klimakabinett“ beschlossen werden soll (oder schon beschlossen wurde).

Die Kampagne ist anscheinend unaufhaltsam, obwohl es mehr als gewichtige Gegenmeinungen gibt: Aber die Meinungsübermacht der wichtigsten Protagonisten des menschengemachten Klimawandels, vor allem der Experten der Strahlungsphysik, wurde über Jahrzehnte systematisch aufgebaut, indem man wissenschaftliche Gegenmeinungen von Geologen und Meteorologen unterdrückt und ihre Vertreter in der Wissenschaft kaltgestellt hat.

Aus der Strahlenphysik heraus wurden Klimamodelle und -größen hochgerechnet, die nie einen Labortest bestanden haben.

Genau diese Theorien wurden – politisch gesteuert – einseitig und systematisch in staatliche Institutionen und Organisationen implantiert. Umgekehrt wurden ganze wissenschaftliche Disziplinen ausgeschaltet – nämlich solche, die gemessen haben und nicht nur gerechnet – insbesondere Geologie und Meteorologie.

Stattdessen folgten Politik und Medien ausschließlich den Klima-Alarmisten, angeführt von der Atmosphären-Physik, die aus einer kurzfristigen Periode heraus in Modellrechnungen die Daten der vergangenen 150 Jahre extrapoliert und eine Scheingesetzmäßigkeit ermittelt haben.

Ihre Datenreihen beginnen üblicherweise um das Jahr 1850, das einen Temperatur-Tiefpunkt des 19. Jahrhunderts ausweist. Würde man die 50 Jahre davor, ab circa dem Jahr 1800, dazu nehmen, würde offenbar, dass es in dieser Zeit, also vor ca. 220 Jahren, genau so heiß oder sogar heißer war als heute. Weil es damals so heiß war, ordnete der damalige Minister Johann Wolfgang von Goethe für Weimar seinerzeit die Aufzeichnung der Tagestemperaturen an – was nach wenigen Jahren eingestellt wurde, als es wieder kälter wurde.

Ein gigantisches Problem: Eine unbequeme Wahrheit

Geradezu unvorstellbar ist der Umfang die Verdrängung der alternativen Stimmen. Aber gerade die Unvorstellbarkeit der Breite dieser zerstörerischen Einflussnahme macht die kaum angreifbar, nach dem Motto: Kann doch gar nicht sein. Im öffentlichen Raum existiert allein CO2 als Klima-Killer. Punkt.

Aber nahezu einhellig beklagen viele renommierte Wissenschaftler und Praktiker in vielen Internet-Blogs und -Medien die einseitige Sicht der offiziellen Politik und der Medien. Geradezu störrisch wird von den Mainstream-Medien das beschwörende Klagen dieser seriösen Gegenstimmen ignoriert, obwohl diese alternativen Medien, Facebook, YouTube, etc. übervoll davon sind.

Hinter der Verdrängung steckt wohl politische Einflussnahme, denn die Politik hat ein gigantisches Problem. Sie muss die unbequeme Wahrheit verdrängen.

Sonst müsste sie zugeben, dass zumindest die Hälfte der Energie-Politik der vergangenen dreißig Jahre auf einem fundamentalen Irrtum aufgebaut war, nämlich der Vorstellung, dass es sich bei CO2 um ein schädliches Gas handelt, bzw. dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Öl, Gas und Kohle, umweltschädlich ist und messbaren Einfluss auf die Temperatur auf der Erde hat.

Die Zerstörung durch Abbau ist ein anderes Thema und auch über die andere Hälfte des Problems, die Kernenergie, über beide Themen kann man an anderer Stelle gerne streiten. Zu Letzterem hier nur so viel: Wenn es Entwicklungsmöglichkeiten zur dieser Art Energiegewinnung gibt, die keine strahlenden Reststoffe oder keine Kernschmelze verspricht, dann sollte zumindest die Forschung weiter betrieben werden, auch wenn alle bestehenden Anlagen stillgelegt werden.

Wenn man die Mainstream-Medien, TV und Presse, betrachtet, ist es gerade zu frappierend, in welchem Umfang die Gegenmeinungen der sogenannten Klimaskeptiker ausgeblendet sind, nicht vorkommen, nicht einmal ansatzweise Erwähnung finden, selbst mit der Lupe nicht zu finden sind, obwohl die Gegenstimmen dank Digitalisierung und Internet ganz leicht zu finden sind und eigentlich für eine ausgewogenen Tatsachenberichterstattung unersetzlich sind.

Auch mehrere Offene Briefe von Wissenschaftlern an die zuständigen Minister des sogenannten „Klima-Kabinetts“ finden nirgendwo Erwähnung, ebenso wenig die Inhalte von Youtube-Videos absolut anerkannter Wissenschaftler, die darin das ganze Gewicht ihrer Lebensleistung, ja ihrer Reputation, in die Waagschale werfen.

Zu keiner Talkrunde werden sie eingeladen, ihre Aufsätze erscheinen immer nur im Netz oder werden per Email verbreitet oder über WhatsApp.

Die Angst der Politik vor Entdeckung des Irrtums bildet sich z. B. auch in den Regierungsfraktionen unmittelbar ab. Peter Ramsauer (CSU), ehemaliger Bundesverkehrsminister, hat dazu ein typisches Beispiel geliefert, indem er die Video-Aufzeichnung einer Experten-Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages löschen ließ („Wurde versehentlich nicht aufgezeichnet“, aha!).

Einer der Experten, ein Biologe, hatte von der großflächigen Ergrünung der Erde in den vergangenen 40 Jahren aufgrund des erhöhten CO2-Gehalts in der Atmosphäre berichtet, weil CO2 eben „das“ großflächig verteilte, allpräsente Lebensmittel der Natur ist. Alle Pflanzen leben davon.

Wie groß muss die Angst vor der Entdeckung der unbequemen Wahrheit sein, dass man sie so stillos unterdrückt.

Der Autor Florian Josef Hoffmann ist Rechtsanwalt, Buchautor und Betreiber der Webseite www.eu-trust.org.

Quelle: https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/florian-j-hoffmann-eine-unbequeme-wahrheit-dreissig-jahre-falsche-energie-politik-a3006050.html