Bärlauch, gekauft auf einem Wochenmarkt, vor der Verarbeitung in der Küche.Foto: iStock

Keine Lust auf Frühjahrsmüdigkeit? Bärlauch kann helfen

Von 23. März 2021 Aktualisiert: 23. März 2021 9:24
Gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft nicht nur Sonne, sondern auch Bärlauch. Der Waldknoblauch wächst auch im eigenen Garten, sofern er an der richtigen Stelle steht. In der Küche ist er sehr beliebt – dazu zwei Rezepte: ein Pesto und mit Bärlauch gefüllte Hähnchen-Rouladen.

Sobald die Sonne den letzten Schnee weggeleckt und die Erde erwärmt hat, kommen ab Mitte März die ersten Wildkräuter zum Vorschein. Eines der ersten ist der Bärlauch. Er riecht und schmeckt wie Knoblauch und wächst in einigen Gegenden wild im Wald – daher auch sein Name Waldknoblauch oder wilder Knoblauch.

Er schmeckt nicht nur gut, sondern hat große gesundheitliche Vorteile. Die Blätter sind appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend und antiseptisch. Als Inhaltsstoffe sind unter anderen Vitamin C, Magnesium, Kalium, Mangan und viele Schwefelverbindungen bekannt. Bärlauch reinigt Blut, Leber, Galle, Magen und Darm. Ganz nebenher vertreibt er die Frühjahrsmüdigkeit und verbessert die Darmflora nach einem Antibiotika-Einsatz.

Falls Hund und Katze von Ungeziefer geplagt werden, kann etwas davon ins Futter gemischt werden. Die meisten fressen es recht gern. Früher wurde der Waldknoblauch als natürliche Wurmkur genutzt. Das gilt nicht für alle Haustiere: für Kaninchen und Pferde ist die Pflanze giftig.

Bärlauch verwildert und wuchert im Garten, sofern er an der richtigen Stelle steht. Er mag tiefgründigen feuchten Boden und Schatten und sollte vor der Blüte gesammelt werden.

Sammeln im Wald

Beim Sammeln im Wald besteht die Gefahr, Bärlauch mit den hochgiftigen Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen zu verwechseln. Bärlauch hat langstielige Blätter, die paarweise bis 40 cm lang werden können. Blätter der Herbstzeitlosen erscheinen hingegen als tulpenförmige Blätter, die der Maiglöckchen sind zwar gestielt, aber breit und eiförmig.

Der Geruch ist ein klarer Unterschied. Herbstzeitlose und die Blätter des Maiglöckchens sind fast geruchlos. Daher im Zweifelsfall ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben: riecht es nach Knoblauch, dann ist es Bärlauch. Beim Ernten sollte man immer nur einige äußere Blätter nehmen, damit die Pflanze weiterwachsen kann.

Die Blätter sind sehr vielseitig verwendbar: roh auf dem Butterbrot, im Quark, als Bärlauch-Butter, als Pesto zu Bandnudeln, als Bärlauch-Suppe oder auch als Füllung zum Beispiel für Hähnchen-Rouladen.

Zwei Rezepte: Bärlauch-Pesto und gefüllte Hähnchen-Rouladen

Bärlauch-Pesto:

  • 1 großer Bund Bärlauchblätter, vor der Blüte geerntet
  • 1 Esslöffel geröstete und gemahlene Pinienkerne (auch Cashew- oder Sonnenblumenkerne möglich)
  • Olivenöl und Salz nach Bedarf
  • eventuell etwas geriebener Parmesan

Die Blätter des Bärlauchs waschen und trocknen, grob schneiden, etwas Öl zugeben und mit dem Pürierstab zu einer cremigen Paste verarbeiten. Salz, Pinienkerne und eventuell Parmesan zugeben und gut verrühren. Das Pesto noch mal abschmecken. In Gläser abfüllen und im Kühlschrank lagern.

Das Pesto schmeckt einfach so auf dem Brot, unter Spagetti gerührt oder zum Würzen für eine Kräutersoße.

Hähnchen-Rouladen mit Bärlauch gefüllt

  • Hähnchenschnitzel
  • 4-5 Bärlauch Blätter für jedes Schnitzel
  • Salz und Pfeffer

Die Hähnchenschnitzel waschen und trockenreiben, Bärlauch ebenfalls waschen und trocknen. Schnitzel ausbreiten und mit Salz und Pfeffer bestreuen, die Bärlauch-Blätter auflegen. Von der schmalen Seite her zusammenrollen und mit Zahnstochern befestigen.

In einer Pfanne mit etwas Fett anbraten, Wasser oder Hähnchen-Fond zugeben und kochen lassen. Zum Schluss noch etwas saure Sahne und abschmecken.

Guten Appetit!

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

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