Vergessen Sie Mueller, der Kongress muss den wahren Autor des „Weissmann-Berichts“ interviewen | Declassified Deutsch

Von 30. Juli 2019 Aktualisiert: 6. August 2019 18:27
Bei der Anhörung vor den Kongressauschüssen des US-Repräsentantenhauses wurde klar, dass Robert Mueller nur ein Aushängeschild für die Russlandabsprachen-Untersuchung war. Gastautor Joseph diGenova meint, dass der Senat sich jetzt den wahren Leiter der Untersuchung, den für seine Verfehlungen berüchtigten Staatsanwalt Andrew Weismann, vornehmen sollte.

Robert Müllers verwirrende, gestammelte Aussage machte deutlich, dass er nichts anderes war als ein Aushängeschild für die Sonderuntersuchung, die er angeblich 22 mühsame Monate lang führte. Der eigentliche Kopf hinter dieser Travestie einer Untersuchung war Muellers Stellvertreter, Andrew Weissmann, und es ist an der Zeit, dass er zur Rechenschaft gezogen wird.

Erstens gibt es zutiefst beunruhigende Fragen, die noch zu beantworten sind, was den Skandal um die russische Absprache betrifft – und das amerikanische Volk verdient es, genau zu wissen, was während dieser Hexenjagd vor sich ging.

Zum Beispiel, wann genau hat die Untersuchung begonnen? Warum hat der Sonderermittler sein Team mit lebenslangen Anhängern der Demokraten besetzt, die klare Vorurteile gegen den Präsidenten hatten? Warum verließ sich Muellers Team auf unbegründete, parteiische Oppositionsforschung, um die Spionage gegen Mitglieder der Trump-Kampagne zu rechtfertigen?

Obwohl Mueller vom Justizministerium gezwungen wurde, keine Angelegenheiten, die über den Inhalt seines Berichts hinaus gingen zu diskutieren, hätte er sowieso keine dieser Fragen beantworten können, selbst wenn er freie Hand gehabt hätte. Während seiner Zeugenaussagen zeigte Mueller einen entsetzlichen Mangel an Wissen über einige der grundlegendsten Details seiner eigenen Arbeit.

In einem erstaunlichen Wortwechsel mit dem Repräsentanten Steve Chabot (R-Ohio) zum Beispiel zeigte der ehemalige Sonderermittler, dass er nicht einmal mit Fusion GPS vertraut war, dem Rechercheunternehmen der demokratischen Opposition, das das berüchtigte Steele-Dossier mit ungeheuerlichen und unbegründeten Aussagen über Präsident Donald Trump und Russland zusammengestellt hatte.

„Wenn Sie über die Firma sprechen, die die Steele-Berichterstattung produziert hat, ist der Name der Firma Fusion GPS, korrekt?“ fragte Chabot.

„Das ist mir nicht bekannt“, antwortete Mueller.

Müller hatte auch oft Mühe, sich an andere grundlegende Fakten der Untersuchung zu erinnern, manchmal widersprach er sogar den Aussagen seines Berichts.

Während eines besonders schaurigen Wortwechsels mit dem Repräsentanten Doug Collins (R-Ga.) bestand Mueller darauf, dass die Worte „Absprache“ und „Verschwörung“ nicht synonym verwendbar sind – trotz der Tatsache, dass in seinem Bericht recht deutlich etwas anderes steht.

Sogar die liberalen Medien nahmen Muellers offensichtlicher Verwirrung und mangelndes Wissen über die Russlanduntersuchung zur Kenntnis, einige nannten seine Aussage eine „Katastrophe“ für die Demokraten. Politico zählte 30 Fälle, in denen der ehemalige Sonderermittler die Abgeordneten bitten musste, ihre Fragen zu wiederholen und weitere 99 Fälle, in denen er sagte, dass er eine bestimmte Frage „nicht beantworten kann“ oder „nicht beantworten wird“.

Viele Beobachter haben schon längst den Verdacht gehabt, dass Mueller den eigenen Bericht über die russische Wahlintervention nicht selbst geschrieben hat und jetzt wissen wir, dass er sich auch nicht die Mühe gemacht hat, ihn zu lesen.

Die Demokraten sind eifrig dabei, von dieser peinlichen Episode loszukommen, aber die Republikaner sollten nicht so schnell dabei sein, Mueller und seine Mannschaft der tollwütigen Anti-Trump Arbeiter vom Haken zu lassen. Wenn der ehemalige Sonderermittler nur ein Aushängeschild der Russlanduntersuchung war, ist die Schlussfolgerung, dass er von Anfang an seinen Stellvertreter die Show leiten ließ.

Weissmann, 2016 ein Unterstützer von Hillary Clinton, hat eine lange Vorgeschichte des Missbrauchs staatsanwaltlicher Befugnisse. Das kann auch erklären, wie es zu den Exzessen und staatsanwaltlichen Übergriffigkeiten kam, die diese Hexenjagd charakterisierten und sie zu einer der unrühmlichsten Bundesermittlungen aller Zeiten machen wird.

Senator Lindsey Graham (R-S.C.), der Vorsitzende des Senatsausschusses für Justiz, sollte Weissmann vorladen, um die Antworten zu erhalten, die sein verwirrter Chef nicht geben konnte und ihn für die vielen Ungeheuerlichkeiten verantwortlich machen, die die Integrität der gesamten Untersuchung zerstörten. Jahrelang verteidigten die Demokraten die Abspracheuntersuchung, indem sie darauf hinwiesen, dass Mueller ein lebenslanger Republikaner sei – aber das Gleiche kann man von Weissmann nicht sagen, der als Gast bei Hillary Clintons Wahlnachtsparty war.

Die einzige Tatsache, die Muellers Aussage enthüllte, ist, dass er nie wirklich für die Sonderermittler-Untersuchung zuständig war. Wenn das amerikanische Volk jemals die Wahrheit über diese Hexenjagd erfahren soll, müssen die Republikaner im Senat sie mühsam aus dem Mann herausholen, der wirklich die Show leitete – Weissmann.

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Joseph diGenova war US-Staatsanwalt für den District of Columbia und unabhängiger Anwalt. Er ist Gründungspartner von diGenova & Toensing, LLP.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von al)
Originalartikel: Forget Mueller, Congress Needs to Interview the Real Author of the ‘Weissmann Report’

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.