Rätsel für Erstklässler bringt Erwachsene ins Schwitzen

Epoch Times15. Januar 2020 Aktualisiert: 15. Januar 2020 14:50
Kinder denken anders als Erwachsene – und das ist auch gut so. Diese vermeintlich "primitive" Denkweise führt zu erstaunlichen Fähigkeiten bezüglich von Problemlösungen, die selbst Erwachsene staunen lässt.

Es ist wenig verwunderlich, dass Kinder anders denken als Erwachsene. Das vermeintlich „primitive“ Denken der Kinder führt jedoch zu erstaunlichen Fähigkeiten bezüglich der Problemlösung, die selbst Erwachsene staunen lässt. Das folgende Rätsel entstammt laut Social Media einem Test der ersten Klasse.

Obwohl Erstklässler offensichtlich noch nicht Auto fahren können, finden die meisten Schüler die Antwort in unter 20 Sekunden. Diese Zeit sollen Sie auch haben. Können Sie die Nummer des Parkplatzes herausfinden, auf dem das rote Auto steht?

Wissen Sie die Lösung? Wenn ja, müssen Sie sich die Nummer nur noch so lange merken, bis Sie zurück zu ihrem Auto kommen …

Für alle, die noch ratlos sind, wo sie ihr Auto geparkt haben: Versetzten Sie sich in die Lage des Autofahrers, der von oben aus einparkt und drehen Sie das Bild auf den Kopf. Dann entwirren sich die Zahlen und die Antwort lautet Parkplatz 87.

Ein virales Problem

Die folgende Aufgabe entstammt keine Schulaufgabe, sondern einer japanischen Bildungsstudie. Das Problem hat sich in Japan viral ausgebreitet, nachdem die Ergebnisse der Studie aufgezeigt hatten, dass nur 60 Prozent der Menschen zwischen 21 und 29 Jahren die richtige Antwort erhalten konnten. In den 1980er Jahren waren es noch 90 Prozent.

Auf den ersten Blick sieht es einfach aus. Aber es hat viele über die Jahre verblüfft, angefangen in Japan. Zählen Sie zu den alten Hasen von 1980 oder zu den unwissenden Küken?

Wer diese Gleichung so ins Handy eintippt oder Tante Google befragt, missachtet oft fundamentale Regeln der Mathematik, denn statt 9 – 3 : ⅓ + 1 gegen viele den Term einfach von links nach rechts ein und erhalten 9 – 3 / 1 / 3 + 1 Wer jetzt noch eine schlechte Mathe-App benutzt, kommt ganz und gar zu einem anderen Ergebnis.

Mathematisch korrekt, muss man sowohl den Bruch, als auch die Rangordnung der Rechenoperationen beachten: Klammern zuerst, Exponenten (Potenzen und Wurzeln) als Nächstes und dann Punkt- vor Strichrechnung.

Da es keine Klammern oder Exponenten gibt, ist 3 : ⅓ die ranghöchste Rechenoperation und nichts anders als 3 : ⅓ = 3 x 3 = 9 woraus folgt 9 – 9 + 1 = 1 Eine schlechte Mathe-App rechnet meist stur nach der Reihenfolge der Eingabe, sodass 9 – 3 die erste ausgeführte Rechnung ist. Nach dieser Methode lautet das (falsche) Ergebnis 19 oder 3, je nachdem, ob die App den Bruch als Bruch erkennt oder nicht.

Ganz zu schweigen davon ist „÷“ kein gültiger Rechenoperator – wie entweder „:“ oder „/“ – und die Aufgabe damit von vornherein nicht eindeutig lösbar.

zusammengefasst und „÷“ durch „:“ ersetzt

9 – 3 : ⅓ + 1 = 9 – (3 : ⅓) + 1 = 9 – (3 x 3) + 1 = 9 – (9) + 1 = 9 – 9 + 1 = 1

9 – 3 : ⅓ + 1 ≠ ((9 – 3) : ⅓) + 1 = ((6) : ⅓) + 1 = (6 : ⅓) + 1 = (6 x 3) + 1 = (18) + 1
= 18 + 1 = 19

9 – 3 : ⅓ + 1 ≠ 9 – 3 : 1 : 3 + 1 ≠ (((9 – 3) : 1) : 3) + 1 = ((6 : 1) : 3) + 1 = (6 : 3) + 1
= 2 + 1 = 3

Mathematik wirft die Bahn aus der Bahn

Ein weiteres virales Mathe-Problem ist eines, das auch die Deutsche Bahn haben könnte, nämlich wie man Fahrgastzahlen berechnet. Die stark vereinfachte Aufgabe lautet:

Vor eine Haltestelle befinden sich „einige Leute“ im Zug.
19 Leute steigen an der ersten Haltestelle aus.
17 Leute steigen an der nächsten Haltestelle in den Zug ein.
Jetzt sind 63 Leute im Zug.
Wie viele Leute waren am Anfang im Zug?

Die Antwort ist deutlicher einfacher als gedacht: Jetzt befinden sich 63 Personen im Zug, was bedeutet, dass man die 17 Personen, die in den Zug eingestiegen sind, abziehen müsste, um die Fahrgastzahl zwischen den beiden Haltestellen zu erhalten. Das sind 46 Personen. Da am ersten Stopp 19 Personen ausgestiegen sind, müssen wir diese zu den 46 Fahrgästen hinzuaddieren und kommen auf 65 Personen im Zug.

Noch einfacher ist es, wenn wir die Differenz von aus- und eingestiegenen Fahrgästen bilden. 19 steigen aus, 17 steigen ein heißt nichts anderes, als dass vor den beiden Stopps zwei Personen mehr an Bord waren als hinterher. 63 + 2 = 65

Ob das Zugpersonal mitgerechnet wurde, ist unwesentlich, aber natürlich sollte der Zug vor der ersten und nach der letzten Fahrt vollständig leer sein. Und sollte sich die Bahn doch einmal verzählen, müssen halt an der letzten Haltestelle noch ein paar „Geisterfahrer“ einsteigen, damit der Zug wieder leer ist. (ts)


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