Japanischer Mathe-Professor Kokichi Sugihara – Meister optischer Täuschungen

Epoch Times15. März 2011 Aktualisiert: 15. März 2011 14:44

Drei abgeschrägte Rampen, ausgerichtet an drei von vier Seiten auf einem Quadrat. Jede Rampe scheint in gleicher Richtung abzufallen. Doch wenn eine Murmel auf die Rampen gelegt wird, so scheint diese sich der Schwerkraft zu widersetzen.

Es wird „Anti-Schwerkraft-Schiene“ genannt. Wird die ganze Konstruktion um 180 Grad gedreht, löst sich die Täuschung löst sich auf.

Der japanische Mathematik-Professor Kokichi Sugihara, vom Meiji Institut nahe Tokyo, hat mit der Gestaltung optischer Täuschungen Karriere gemacht. Über hundert solche hat er sich ausgedacht und gebaut. So auch diese mit der Bezeichnung „Äste und ein Ring“.

[Kokichi Sugihara, Professor, Meiji Universität]:
„Unter diesen Modeln, sind manche Nachbildungen von optischen Illusionen, und andere, die normale Modelle zu sein scheinen, doch wenn man sie bewegt, so zeigen sie Bewegung, welche im wirklichen Leben unmöglich sein sollte. Dies wird mit dem gleichen Trick gemacht und ich nenne sie „unmögliche Bewegung“.Professor Sugiharas „unmögliche Bewegung“ ist weltweit bekannt. Letztes Jahr gewann er beim “Best Illusion of the Year Contest 2010″ einem internationalen Wettbewerb, den ersten Preis – mit diesem Modell „Magnet-ähnliche Neigung“.Sugihara sagt, der Erfolg seiner Täuschungen sei mit der menschlichen Wahrnehmung verbunden. Weil der Mensch die Fähigkeit hat, zweidimensionale Objekte als dreidimensional wahrzunehmen, kann er so getäuscht werden, dass er glaubt, während der Täuschung etwas „Unmögliches“ zu sehen.

Für Sugihara  sind die Täuschungen nicht nur fürs Vergnügen. Er sagt, sie seien auch in der realen Welt anwendbar. Zum Beispiel, Fehleinschätzungen der Autofahrer auf steilen, kurvigen Strassen, könnten vermindert werden – durch Änderung ihrer Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung.

[Kokichi Sugihara, Professor, Meiji Universität]:
„Wenn wir herausfinden können, wie die Fahrer eine Steigung oder ein Gefälle falsch einschätzen, könnten wir Straßen konstruieren, wo solche Unfälle viel weniger passieren.  In anderen Fällen, könnten wir auch die Umgebung sanieren, sodass die Fahrer leichter den Unterschied zwischen steigender und fallender Straße erkennen, und das könnte Verkehrsstaus reduzieren.“

Sugiharas Traum ist es, unterhaltende Spielplätze zu schaffen – oder gar Gebäude anhand seiner Modelle. Doch jetzt hat er Pläne für eine „Unmögliche Objekte Ausstellung“,  ein Veranstaltungsort zur Darstellung von „Sehen ist Glauben“.

Foto: NTD
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