Experten machen sich Sorge über die Sicherheit der Getreideversorgung in China.Foto: ChinaFotoPress/Getty Images

China: Beunruhigend große Abhängigkeit vom Getreideimport

Epoch Times5. Juli 2013 Aktualisiert: 5. Juli 2013 12:20

 

Im Jahr 2012 hat China einen neuen Rekord für Getreideimporte aufgestellt. Bei den drei wichtigen Getreidesorten Mais, Weizen und Reis ist China auf Importe angewiesen. Wie die chinesischsprachige Epoch Times, Dajiyuan berichtete, können mehr als die Hälfte aller Provinzen in China ihren Bedarf an Getreide nicht durch Eigenproduktion decken. Experten machen sich Sorge über die Sicherheit der Getreideversorgung in China.

Dajiyuan zitierte Angaben der Zeitung Yang Cheng Wan Bao, dass China im letzten Jahr Mais, Weizen und Reis im Umfang von jeweils 5,2, 3,69 und 2,34 Millionen Tonnen importiert hat und damit einen neuen Rekord aufgestellt hat. Inzwischen kann die Produktion von Getreide in China nur etwa 89 Prozent des Bedarfs decken, obwohl die Regierung einen Wert von 95 Prozent als Minimum vorgegeben hat. Im Jahr 2013 ist der Getreideimport anscheinend weiterhin gestiegen. Dajiyuan zitierte Angaben von der Webseite cngrain.com, dass China in den ersten vier Monaten 84 Prozent mehr Reis importiert hat als im  gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Der Getreideimport in solch großem Umfang ist offenbar notwendig. Dajiyuan zitierte Berichte von China Economic Weekly, dass über die Hälfte der Provinzen in China auf zusätzliches Getreide angewiesen sind. In den vergangenen 10 Jahren ist der Anteil des importierten Getreides am gesamten Verbrauch in China von 6,2 Prozent auf 12,9 Prozent gestiegen. Daher wird eine bevorstehende Versorgungskrise mit Getreide befürchtet. Ma Rongrong, ein Experte für Landwirtschaft, macht sich Sorgen, dass die Getreideversorgung in China bei einer Naturkatastrophe oder sozialen Unruhen unsicher werden und dass ein Engpass bei Grundnahrungsmitteln zu noch größeren Unruhen führen könne.

Die Ursachen der großen Abhängigkeit von Getreideimporten hat Dajiyuan zu großen Teilen in der Urbanisierung gesehen. Im Zuge dieser staatlich subventionierten Stadtentwicklungsprojekte wandern große Teile der Landbevölkerung in die Metropolen ab. Diese Menschen fehlen dann bei der Bewirtschaftung der Ackerflächen. Gleichzeitig schrumpfen die verfügbaren Ackerflächen durch die exzessiven Baumaßnahmen. Grund für diesen Bauboom ist unter anderem die Tatsache, dass das Wachstum des BIP einer Region als Kriterium für die Beförderung der Beamten herangezogen wird. Daneben spielen auch zunehmende Umweltverschmutzung und Wassermangel eine wichtige Rolle beim Engpass in der Getreideversorgung. (yh)

Mit Material von Dajiyuan, chinesischsprachige Epoch Times: 三大主粮“净进口“中国粮食危机恐引动乱

 



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