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Deutsche Industrie warnt vor Verzögerungen bei Brexit-Verhandlungen

"Es darf jetzt keine Verzögerungen im Verhandlungsprozess geben", forderte der Bundesverband der Deutschen Industrie. Zugleich begrüßte der Geschäftsführer, dass die britische Regierung ein Stück weit von ihrer "harten Brexit-Position" abgerückt sei.

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Foto: Monika Skolimowska/dpa

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat nach dem Rücktritt von Brexit-Minister David Davis vor Verzögerungen bei den Verhandlungen über den britischen Austritt aus der Europäischen Union gewarnt.
„Für die Wirtschaft ist wichtig, dass sich die EU und Großbritannien so schnell wie möglich auf eine Übergangsphase einigen“, erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Montag. Die britische Regierung von Premierministerin Theresa May müsse nun „rasch“ Details präsentieren.
„Es darf jetzt keine Verzögerungen im Verhandlungsprozess geben“, forderte Lang. Zugleich begrüßte er, dass die britische Regierung ein Stück weit von ihrer „harten Brexit-Position“ abgerückt sei.
„Das war politisch ein weiter Weg und ist sicherlich den vielen eindeutigen Stimmen aus der Wirtschaft geschuldet“, erklärte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Zuletzt hatten unter anderem mehrere große Unternehmen vor Unwägbarkeiten durch den britischen EU-Austritt gewarnt und teils mit einem Rückzug aus Großbritannien gedroht.
Davis hatte in der Nacht zum Montag aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs seinen Rücktritt erklärt. Er hatte der Regierungschefin vorgeworfen, angesichts der von ihr angestrebten Beibehaltung einer engen wirtschaftlichen Anbindung an die Europäische Union die Verhandlungsposition ihres Landes in Brüssel zu schwächen.
Am Montagvormittag ernannte May den bisherigen Staatssekretär im Bauministerium Dominic Raab zu Davis‘ Nachfolger. Er gilt als Europaskeptiker und überzeugter Brexit-Befürworter. (afp)

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