DGB-LogoFoto: über dts Nachrichtenagentur

DGB: Zahl der anerkannten ausländischen Berufsabschlüsse gering

Epoch Times30. September 2015 Aktualisiert: 30. September 2015 23:31

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) übt massive Kritik an der niedrigen Zahl der anerkannten ausländischen Berufsabschlüsse. 2014 waren gut 13.200 Berufsabschlüsse aus dem Ausland anerkannt worden, 1.590 wurden abgelehnt oder nur teilweise anerkannt. „Die von der Bundesregierung ursprünglich anvisierte Zahl von rund 300.000 Anerkennungen liegt auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes noch in weiter Ferne“, sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, dem „Handelsblatt“.

„Das große Potenzial der Interessierten wird überhaupt nicht ausgeschöpft.“ „Vor allem Industrie, Handel und Handwerk schneiden bei der Anerkennung im Ausland erworbener Kompetenzen schlecht ab – und das trotz eines erhöhten Fachkräftebedarfs“ monierte die DGB-Vize. Denn von rund 13.200 Anerkennungen im Jahr 2014 kamen fast 11.000 aus den medizinischen Gesundheitsberufen, für die anderen Berufe blieben lediglich 2.300 positiv beschiedene Verfahren übrig. „Das ist geradezu absurd gering, angesichts von 3,4 Millionen Menschen in Deutschland mit eigener Migrationserfahrung und einem beruflichen Erst- oder Fortbildungsabschluss im Alter zwischen 25 und 65 Jahren.“ Der DGB geht davon aus, dass vor allem die Kosten des Verfahrens und der damit verbundenen Nachschulungen und Zeugnisprüfungen für die meisten eine zu hohe Hürde darstellen Allein die Übersetzung der heimischen Zeugnisse koste einen Antragsteller oft bis zu 1.000 Euro. „Da aber gerade Einwanderer, deren Zeugnisse in Deutschland nicht anerkannt wurden, im Niedriglohnsektor arbeiten, ist wichtig, dass die Anerkennung und eventuell notwendige Nachqualifizierungen kostenfrei sind“, so Hannack.

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion