Ein Mitglied der oppositionellen Nationalen Befreiungsfront Syriens feuert am 28. Oktober 2020 ein 155 mm-Geschütz auf Positionen russischer Streitkräfte ab, als Vergeltung für einen angeblichen russischen Luftangriff auf ein Trainingslager vor zwei Tagen, bei dem Dutzende Rebellenkämpfer in der nordwestlichen Provinz Idlib getötet wurden.Foto: OMAR HAJ KADOUR/AFP über Getty Images

Erdogan verurteilt russische Luftangriffe auf islamistische pro-türkische Kämpfer in Syrien

Epoch Times29. Oktober 2020 Aktualisiert: 29. Oktober 2020 6:32

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, ein Mitglied der umstrittenen weltweit agierenden Muslimbruderschaft, hat die russischen Luftangriffe auf pro-türkische Kämpfer in Syrien verurteilt. Er warf Moskau am Mittwoch in Ankara vor, keinen „dauerhaften Frieden und Stabilität“ in Syrien zu wollen. Die russischen Angriffe hatten sich am Montag gegen ein Ausbildungslager pro-türkischer Milizen in der Region Idlib nahe der türkischen Grenze gerichtet.

Bei dem Angriff Anfang der Woche wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 78 Kämpfer getötet und mehr als 90 weitere verletzt. Den Aktivisten zufolge tötete die angegriffene Failak-al-Scham-Gruppierung daraufhin in einem Vergeltungsangriff 15 pro-syrische Kämpfer. Die sunnitische Gruppe, die mit dem Ex-Al-Kaida Ableger Hajat Tahrir al-Scham (HTS) verbunden ist, soll auch pro-türkische Söldner nach Libyen geschickt haben.

Idlib letzte islamistische Hochburg in Syrien

Die Region Idlib im Nordwesten Syriens ist die letzte islamistische Hochburg, die noch außerhalb der Kontrolle von Damaskus liegt. Die HTS war früher Teil des Al-Kaida-Netzwerks und kontrolliert heute große Gebiete der Provinz Idlib. In der Region sind aber auch andere pro-türkische, islamistische Milizen aktiv.

Der russische Angriff am Montag war der tödlichste seit acht Monaten in der Region. Im März hatte ein russisch-türkisches Waffenstillstandsabkommen eine erneute Offensive der Truppen des syrischen Machthaber Baschar al-Assad gestoppt. Assad, der als enger Verbündeter Moskaus gilt, war es innerhalb weniger Monate gelungen, mit seinen Verbündeten eine Reihe von Regionen unter seine Kontrolle zu bringen. (afp)

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