Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht auf einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier.Foto: Francois Walschaerts/AFP POOL/AP/dpa/dpa

EU-Kommission will Corona-Schnelltests für Mitgliedstaaten mit 100 Millionen Euro finanzieren

Epoch Times29. Oktober 2020 Aktualisiert: 29. Oktober 2020 1:00
Die EU-Kommission will die Mitgliedstaaten bei der Anschaffung von Corona-Schnelltests unterstützen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, stellt sie dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Angesichts gestiegener positiver Testergebnisse will die EU-Kommission die Mitgliedstaaten bei der Anschaffung von Schnelltests unterstützen. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, stellt sie dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die Corona-Lage sei „sehr ernst“. Europa befinde sich „tief in der zweiten Welle“ der Pandemie.

Von der Leyen appellierte vor Beratungen der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag an die Mitgliedstaaten, im Kampf gegen die Pandemie enger zusammenzuarbeiten. „Kein Mitgliedstaat wird sicher aus dieser Pandemie kommen, wenn es nicht alle tun“, sagte sie. Die Kommissionschefin forderte dabei auch eine engere Zusammenarbeit bei der Vorbereitung von Impf-Kampagnen und bei Regelungen für den Reiseverkehr.

Schnell-Tests noch weniger genau als PCR-Tests

Bei Corona-Tests wird bisher das sogenannte PCR-Verfahren angewandt. Seine Ergebnisse müssen im Labor ausgewertet werden. Angesichts rasant steigender Infektionszahlen kommen diese aber in vielen Ländern an ihre Kapazitätsgrenzen und die Testergebnisse oft erst nach Tagen. Sogenannte Antigen-Schnelltests bringen Ergebnisse dagegen schon in zehn bis 30 Minuten, allerdings sind sie noch weniger genau als die PCR-Tests.

EU-Ratspräsident Charles Michel hatte am Dienstag vor einem „Wettlauf“ der Mitgliedstaaten um die Corona-Schnelltests gewarnt. Er forderte, dass Produktionskapazitäten „auf europäischer Ebene strategisch gesichert werden“, damit sie „überall gleichzeitig verfügbar“ seien. Denn auch die Wirtschaft setzt große Hoffnungen auf die Schnelltests, um Einschränkungen etwa im Reiseverkehr oder bei Veranstaltungen zu vermeiden. (afp)

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