Klimaaktivistinnen bewerfen „Mona Lisa“ mit Suppe

Im Louvre gab es erneut ein Aktion von Klimaaktivistinnen. Dieses Mal bewarfen sie die „Mona Lisa“ – die durch Panzerglas geschützt ist – mit Suppe. Der Saal wurde umgehend geräumt.
Titelbild
Zwei Aktivistinnen des Kollektivs „Riposte Alimentaire“ (Nahrungsmittelvergeltung), werfen im Louvre in Paris Suppe auf Leonardo Da Vincis Gemälde „Mona Lisa“ (La Joconde).Foto: David Cantiniaux/AFPTV/AFP über Getty Images
Epoch Times28. Januar 2024

Die weltberühmte „Mona Lisa“ im Pariser Louvre ist erneut Ziel einer Protestaktion geworden: Zwei Aktivistinnen bewarfen das durch Panzerglas geschützte Gemälde von Leonardo da Vinci am Sonntag mit Suppe, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Saal, in dem sich das Kunstwerk befindet, wurde umgehend geräumt und gereinigt.

Zu der Aktion bekannte sich die Aktivistengruppe „Riposte Alimentaire“, die nach eigenen Angaben mit einer „Kampagne des zivilen Widerstands in Frankreich einen radikalen Wandel der Gesellschaft in klimatischer und sozialer Hinsicht anstoßen will“. Sie bezeichnete die Aktion als Beginn einer neuen Kampagne für bezahlbare, nachhaltige Lebensmittel.

„Was ist wichtiger? Kunst oder das Recht auf gesunde und nachhaltige Lebensmittel?“, fragten die beiden Aktivistinnen vor dem Gemälde stehend. „Euer Agrarsystem ist krank. Unsere Bauern sterben bei der Arbeit.“

Am 28. Januar 2024 in Paris: erneut flog Suppe gegen die „Mona Lisa“. Foto: David Cantiniaux/AFPTV/AFP via Getty Images

Die beiden Frauen wurden festgenommen, der Louvre kündigte Strafanzeige gegen sie an. Nach Museumsangaben hatten die Aktivistinnen die Suppe in einem Thermosbecher für Kaffee versteckt – kleinere Mengen von Lebensmitteln sind im Louvre erlaubt, allerdings dürfen sie nicht in den Ausstellungssälen verzehrt werden.

„Was soll das?“

Bei Kulturministerin Rachida Dati und Regierungssprecherin Prisca Thévenot stieß die Aktion auf Unverständnis. Die Mona Lisa gehöre als Kulturerbe „den zukünftigen Generationen“, erklärte Dati im Online-Dienst X.

Nichts könne einen Angriff auf das Kunstwerk rechtfertigen. „Ich bin mir nicht sicher, dass Mona Lisa Frankreichs größte Umweltsünderin ist“, sagte Thévenot im Fernsehsender „France 3“. „Was soll das?“

In den vergangenen Monaten hatten Klimaaktivisten mehrfach berühmte Kunstwerke attackiert, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, darunter Andy Warhols „Campbell’s Soup“ in Australien, Vincent Van Goghs „Sonnenblumen“ in London oder Claude Monets „Getreideschober“ im Potsdamer Museum Barberini. Auf die „Mona Lisa“ war bereits im Mai 2022 ein Tortenanschlag verübt worden.

Die „Mona Lisa“ lockt jährlich Millionen Besucher aus aller Welt an. Der Pariser Louvre ist das größte Museum der Welt und beherbergt hunderttausende Kunstwerke. (afp)

Im Louvre in Paris geht das Licht am Abend früher aus als gewohnt.

Im Louvre in Paris gab es erneut einen Anschlag auf Gemälde. Foto: Adrienne Surprenant/AP/dpa



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