Ein Mähdrescher erntet Getreide auf einem Feld in der Region Odessa im Süden der Ukraine.Foto: OLEKSANDR GIMANOV/AFP via Getty Images

Kreml: Russische Raketenangriffe in Odessa kein Hindernis für Getreideexport

Epoch Times25. Juli 2022

Die russischen Raketenangriffe in der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Ansicht der Moskauer Führung kein Hindernis für die Wiederaufnahme der Getreideexporte über das Schwarze Meer. „Dies kann und sollte den Start des Verschiffens nicht beeinträchtigen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Er betonte, dass sich die Raketenangriffe „ausschließlich“ gegen militärische Infrastruktur gerichtet hätten. Sie „stehen nicht im Zusammenhang mit dem Abkommen über den Getreideexport“.

Auch die Ukraine rechnet schon für die nächsten Tage mit den ersten Getreideexporten auf dem Seeweg. „Wir gehen davon aus, dass das Abkommen noch in dieser Woche umgesetzt wird“, sagte der ukrainische Infrastrukturminister Alexander Kubrakow am Montag. Er bezog sich auf die am Freitag in der Türkei unterzeichneten Vereinbarungen zur Wiederaufnahme der durch den Krieg blockierten Lieferungen ukrainischem Getreides.

Der Hafen war am Samstag beschossen worden – nur einen Tag, nachdem Vertreter Kiews und Moskaus in Istanbul zwei getrennte, aber inhaltlich identische Abkommen über die Wiederaufnahme des Exports von ukrainischem Getreide auf dem Seeweg unterzeichnet hatten. Westliche Staaten verurteilten die Angriffe scharf.

Russland bestritt zunächst, für die Raketenangriffe in Odessa verantwortlich zu sein. Am Sonntag räumte Moskau dann aber ein, dass die russische Armee die Angriffe geführt hatte. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa erklärte, „hochpräzise“ Kalibr-Marschflugkörper hätten im Hafen von Odessa „militärische Infrastruktur“ zerstört. Belege für diese Darstellung lieferte Russland nicht. Von unabhängiger Seite ließ sie sich nicht überprüfen. (afp/dl)



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