Lawrow lehnt Steinmeiers Forderung nach Waffenruhe für Aleppo ab

Epoch Times15. August 2016 Aktualisiert: 15. August 2016 18:35
Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat von seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow keine Zusage zu einer längeren Waffenruhe in Aleppo bekommen. Lawrow mahnte: „Bei der Lösung der humanitären Probleme darf nicht zugelassen werden, dass die humanitären Kanäle für einen Waffen- und Munitionsschmuggel durch die Terroristen ausgenutzt werden“.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat von seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow keine Zusage einer längeren Waffenruhe für eine Hilfsaktion in Aleppo bekommen.

Steinmeier sagte auf einer Pressekonferenz in Jekaterinburg: „Wir brauchen humanitäre Waffenruhe, wir brauchen Zugänge, damit die Menschen mit dem Notwendigsten versorgt werden können“.

Und: „Ich war auch froh von Sergej Lawrow zu hören, dass die Gespräche über die Frage, wie man das organisiert, mit den amerikanischen Partnern weitergehen. Ich glaube nur, dass eine dreistündige Waffenruhe nicht ausreichen wird; dass wir einen dauerhaften Zugang nach Aleppo hinein brauchen, zur Versorgung der Bevölkerung“, sagte Steinmeier, veröffentlicht von sputniknews.

Der russische Außenminister Lawrow erklärte: „Wir haben die Hoffnung, dass Russland, die USA, andere westlichen Staaten und die Staaten in der Region, auch zusammen mit der UN, die Notlage der Zivilbevölkerung lindern können und es nicht zulassen werden, dass die Terroristen, die Teile der Stadt und der Region unter Kontrolle halten, ihre Bedingungen diktieren.“

Jedoch sei die Aufteilung der sogenannten „Gemäßigten Opposition„, die zuletzt einen Giftgasanschlag verübte, der Unterscheidung zu IS-Terroristen und der Kämpfer der An-Nusra-Front immer noch nicht gelöst, so der russische Chefdiplomat.

„Bei der Lösung der humanitären Probleme darf nicht zugelassen werden, dass die humanitären Kanäle für einen Waffen- und Munitionsschmuggel durch die Terroristen ausgenutzt werden“, mahnte Lawrow. Lawrow verwies weiterhin auf bisherige Initiativen der syrischen und russischen Streitkräfte: Vier Fluchtkorridore für die Bevölkerung aus der bedrängten Stadt sowie täglich dreistündige Feuerpausen. (dpa/ks)

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