Maas kritisiert ungarische Blockade von EU-Erklärung zu Nahost

Epoch Times19. Mai 2021 Aktualisiert: 19. Mai 2021 19:11

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat Ungarn wegen der Blockade einer gemeinsamen EU-Erklärung zum Nahost-Konflikt kritisiert.

Bei den Beratungen der EU-Außenminister am Dienstag seien sich 26 von 27 Mitgliedstaaten einig gewesen, „dass das Wichtigste jetzt ist, dass die Waffen schweigen und dass es nicht noch mehr Todesopfer gibt“, sagte Maas am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Lediglich Ungarn sah das anders, warum auch immer.“

Maas betonte, es sei wichtig, dass sich die EU jetzt klar positioniere. Auch andere Akteure, etwa die USA, versuchten, „auf der internationalen Bühne mit Diplomatie vor und hinter der Tür“, beide Seiten zu einem Waffenstillstand zu bewegen.

Sehr unterschiedliche Positionen

Zwar gebe es nicht nur innerhalb der EU, sondern beispielsweise auch im UN-Sicherheitsrat „beim Nahostkonflikt sehr unterschiedliche Positionen“, räumte Maas ein.

Es komme jetzt aber darauf an, dass alle, „die Einfluss haben“, diesen nutzten, um zu erreichen, „dass die Waffen schweigen“. Wenn dies erreicht sei, müsse dann „ein Plan auf den Tisch gelegt werden“, wie eines Tages auch Israelis und Palästinenser wieder direkt miteinander verhandeln können.

Am Dienstag hatten die EU-Außenminister per Videokonferenz über die Lage in Nahost beraten. 26 der 27 Mitgliedstaaten stellten sich dabei hinter die Forderung nach einem „sofortigen Stopp aller Gewalt“ und der „Umsetzung einer Waffenruhe“ – Ungarn lehnte dies ab. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto warf der EU vor, sich gegen Israel zu stellen. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion