Mehr als 1300 Todesopfer
Nach Erdbeben: Marokko ruft dreitägige Staatstrauer aus
Nach schwersten Erdbeben in der Geschichte Marokkos mit mehr als tausend Toten hat das nordafrikanische Land eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

Ein Mann fährt nach einem schweren Erdbeben in Marokko an einer beschädigten Mauer der historischen Medina in Marrakesch vorbei.
Foto: Mosa'ab Elshamy/AP/dpa
Wie der Königpalast am Samstag mitteilte, sollen während der Staatstrauer die Fahnen an öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt werden. Laut der Erklärung, die von der staatlichen Nachrichtenagentur MAP verbreitet wurde, hatte König Mohammed VI. zuvor eine Krisensitzung geleitet.
Bei dem nächtlichen Erdbeben waren nach offiziellen Angaben mindestens 1305 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 1832 weitere Menschen wurden nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums bei dem Erdstoß der Stärke 6,8 verletzt.
Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer bergigen Region rund 70 Kilometer südwestlich der Touristenhochburg Marrakesch. Zahlreiche Gebäude stürzten ein, auch in der Altstadt von Marrakesch lagen Gebäudetrümmer auf den Straßen. Die Erschütterungen waren bis in die Küstenstädte Rabat, Casablanca und Essaouira zu spüren.
Aus aller Welt kamen Hilfsangebote. Nach Einschätzung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) könnten die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten Monate, wenn nicht Jahre dauern.
Teams des Marokkanischen Roten Halbmonds (MRCS) seien nach dem Beben „sofort“ vor Ort gewesen und arbeiteten eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Lage abzuschätzen, Such- und Rettungsaktionen zu unterstützen und den Betroffenen Hilfe zu leisten, erklärte der IFRC-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Hossam Elsharkawi, in Genf. Der Dachverband habe bereits damit begonnen, Unterstützung zu organisieren. (afp)
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