McCarthy: „Republikaner werden Trump nominieren“ – DeSantis ohne Chance

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, gibt Gouverneur DeSantis keine Chance mehr auf die Nominierung. Ex-Präsident Donald Trump werde auch 2024 der Kandidat der Republikaner sein.
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Donald Trump bleibt überlegener Frontrunner für die republikanische Präsidentschaftsnominierung.Foto: NICHOLAS KAMM/AFP via Getty Images
Von 19. September 2023

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Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, hat eine Prognose bezüglich der republikanischen Nominierung zur Präsidentschaft abgegeben. Gegenüber „Sunday Fox Business“ äußerte er in einem Interview, er räume Floridas Gouverneur Ron DeSantis keine Chance mehr ein, die Vorwahlen zu gewinnen. Stattdessen laufe alles auf eine erneute Kandidatur von Ex-Präsident Donald Trump hinaus.

Trump zu keiner Zeit in seiner Spitzenposition gefährdet

„Ich denke, er wird der Kandidat sein“, äußerte McCarthy. Auch vier gegen ihn erhobene Anklagen würden an der Ausgangsposition nichts ändern. Zudem seien seine Chancen, die Wahl zu gewinnen, noch besser als 2016 und 2020. Über die Gründe dafür äußerte der Sprecher:

Die Leute haben gesehen, was er aus Amerika machen konnte. Er hat Amerika an erste Stelle gestellt, er hat die Wirtschaft stärker gemacht. Wir hatten keine Inflation. Wir hatten all diese Kämpfe in aller Welt nicht. Wir wirkten nicht schwach in der Welt.“

Im Mai hatte Gouverneur DeSantis seine Kandidatur für die US-Präsidentschaft erklärt. Allerdings hat diese es nicht geschafft, Dynamik zu entwickelt, da Donald Trump stets der unangefochtene Spitzenreiter im Teilnehmerfeld blieb.

Haley und Pence im einstelligen Bereich

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der letzte Umfragedurchschnitt von RealClearPolitics für die republikanischen Vorwahlen zeigt ein eindeutiges Ergebnis. Demzufolge liegt der 45. Präsident der USA mit 56,6 Prozent der Stimmen überlegen an der Spitze. DeSantis hält die zweite Position – steht allerdings nur bei 12,7 Prozent.

Auch eine aktuelle Umfrage der Quinnipiac University in dieser Woche weist einen deutlichen Vorsprung für Trump aus. Trump liege derzeit bei 62 Prozent unter wahrscheinlichen republikanischen Vorwahlteilnehmern. Das sei ein 50-Punkte-Vorsprung gegenüber DeSantis. Dieser sei gegenüber dem Vormonat von 18 auf 12 Prozent gefallen.

Alle anderen Kandidaten gelten als noch aussichtsloser. Der Geschäftsmann Vivek Ramaswamy liegt nur im einstelligen Prozentbereich. Gleiches gilt für die Wunschkandidatin der Neokonservativen, die frühere UN-Botschafterin Nikki Haley, sowie den ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence.

McCarthy überrascht diese Entwicklung nicht. DeSantis sei „in keiner Weise auf dem gleichen Niveau wie Präsident Trump“. Dessen Einschätzung, DeSantis wäre ohne seine Rückendeckung 2018 nicht zum Gouverneur gewählt worden, halte er für zutreffend.

Trump zeigt sich von Anklagen wenig beeindruckt

Donald Trump äußerte in der Nachrichtensendung „Meet the Press“ von NBC, er sei nach wie vor der Auffassung, die Wahl sei „manipuliert“ worden. Er habe daran festgehalten, weil es „seine Entscheidung“ gewesen sei. Anderslautende Auffassungen von Anwälten im Weißen Haus wie William Barr habe er abgelehnt, weil er diese „nicht respektiert“ habe. Barr sei „eine Leiche“ gewesen und habe „seinen Job nicht gemacht, weil er Angst hatte“.

Moderatorin Kristen Welker richtete an Trump auch die Frage, ob er angesichts der gegen ihn erhobenen Anklagen keine Gefängnisstrafen fürchte. Dieser äußerte dazu:

Ich denke nicht einmal darüber nach. Ich bin wohl ein wenig anders gebaut, denn ich hatte schon Leute, die zu mir kamen und sagten: ‚Wie machen Sie das, Sir? Wie machen Sie das?‘ Ich denke nicht einmal darüber nach. Ich glaube wirklich, dass wir am Ende gewinnen werden.“

Gouverneur DeSantis setzt auf Widerstand gegen neue Corona-Maßnahmen

DeSantis wiederum versucht, mithilfe des Corona-Themas wieder an Boden zu gewinnen. Er betonte auf einer Pressekonferenz, dass es in seinem Bundesstaat weder eine Maskenpflicht noch Lockdown-Maßnahmen gegeben habe. Die Tatsache, dass mehrere Schulen, Krankenhäuser und Büros in den Vereinigten Staaten seit August diesen Weg wieder gegangen seien, zeige, dass dieses Thema bald wieder aktuell werden könnte.

„Sie versuchen das schon wieder“, hatte DeSantis bereits Anfang des Monats geäußert. „Und wir im Bundesstaat Florida werden sagen: ‚Nein, wir lassen euch das nicht noch einmal durchgehen.‘“

In der Vorwoche hat DeSantis in einer Erklärung eine scharfe Position gegen den neuesten COVID-19-Booster eingenommen. Diesen hatten zuvor die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) empfohlen. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat sie genehmigt. In der Erklärung des Gouverneurs hieß es:

Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie die FDA und die CDC gesunde Bürger von Florida als Versuchskaninchen für neue Auffrischungsimpfungen benutzen. Diese haben sich nicht als sicher oder wirksam erwiesen.“



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