Russlands Präsident Wladimir Putin (l) und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan.Foto: TOLGA BOZOGLU/AFP/Getty Images

Türkei testet von Russland gekaufte S400-Raketenabwehrsystem

Epoch Times17. Oktober 2020 Aktualisiert: 17. Oktober 2020 16:37

Die Türkei hat laut Medienberichten erstmals das von Russland gekaufte S400-Raketenabwehrsystem getestet. Die türkische Armee habe einen Testabschuss in der nördlichen Provinz Sinop am Schwarzen Meer vorgenommen, berichtete der regierungsnahe türkische Fernsehsender A Haber am Freitag. Der Kauf des Raketensystems im vergangenen Jahr hat zu einem heftigen Streit zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA geführt.

Neben A Haber berichteten auch andere türkische Medien über den Raketentest. Sie veröffentlichten ein Amateurvideo, auf dem ein weißer Streifen am Himmel zu sehen ist. Das türkische Verteidigungsministerium kommentierte die Medienberichte nicht.

Die USA reagierten erbost. Sollten sich die Berichte bestätigen, würde der Test auf das Schärfste „verurteilt“, erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die USA hätten bereits vor den möglicherweise schwerwiegenden Folgen gewarnt, sollte die Türkei das System installieren.

Washington hat Ankara mit Sanktionen gedroht, sollte der Nato-Partner das S400-System aktivieren. Als Reaktion auf die Lieferung der ersten Batterie mit russischen Raketen warfen die USA Ankara bereits aus dem Produktionsprogramm für die neueste Generation amerikanischer F35-Kampfflugzeuge.

Der Westen hält das russische Raketensystem für ein Sicherheitsrisiko, das nicht kompatibel mit den Militärsystemen der Nato sei. Washington fürchtet, dass Russland Zugang zu sensiblen Daten der Nato erhalten könnte, sollte Ankara das russische S400-Raketenabwehrsystem auf seinem Territorium aufstellen und aktivieren.

Ankara begründete die Entscheidung für den Kauf des russischen Systems damit, dass die USA ihr keine Patriot-Raketen verkaufen wollten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt erklärt, dass die Türkei die S400 einsetzen werde. (afp)



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