Peru: Außenministerin tritt wegen Impf-Skandal zurück

Epoch Times15. Februar 2021

Nach der Gesundheitsministerin hat nun auch Perus Außenministerin Elizabeth Astete wegen eines Impf-Skandals ihren Rücktritt erklärt.

Es sei ein „schwerer Fehler“ gewesen, sich bereits im Januar, vor dem Beginn der nationalen Impf-Kampagne, impfen zu lassen, teilte sie in einer Erklärung beim Onlinedienst Twitter am Sonntag (Ortszeit, 14. Februar) mit. Von dem Skandal ist auch der im November vergangenen Jahres abgesetzte ehemalige Präsident Martín Vizcarra betroffen.

Berichten vom Donnerstag zufolge ließ sich Vizcarra wenige Wochen vor seiner Amtsenthebung heimlich gegen das SARS-CoV-2 impfen. Der Ex-Präsident verteidigte die Impfung als „mutige Entscheidung“, weil er als einer von 12.000 Freiwilligen an einer klinischen Studie mit dem Vakzin des chinesischen Staatsunternehmens Sinopharm teilgenommen habe.

Die für die Studie zuständige Universität in Lima teilte jedoch am Sonntag mit, Vizcarra sei nicht Teil der Studie gewesen.

Am Freitag trat wegen des Skandals die peruanische Gesundheitsministerin Pilar Mazzetti zurück. Am Samstag übernahm Oscar Ugarte ihre Nachfolge. Er ist damit der fünfte Gesundheitsminister des Landes seit dem Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr.

Peru hatte erst am vergangenen Dienstag begonnen, zunächst nur Gesundheitspersonal zu impfen, nachdem vor einer Woche die ersten 300.000 Sinopharm-Dosen im Land eingetroffen waren.

Das peruanische Gesundheitssystem ist durch die Pandemie stark belastet. Mehr als 14.200 Menschen werden derzeit wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt. Es fehlt an Sauerstoff für ihre Versorgung. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion