Prozess gegen regierungskritische Journalisten in der Türkei

Hintergrund ist ein Bericht der „Cumhuriyet“ vom vergangenen Jahr über angebliche Waffenlieferungen an Extremisten in Syrien.
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Can Dündar, dem Chefredakteur der Zeitung «Cumhuriyet», wird Spionage und Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen.Foto: Vedat Arik/Cumhuriyet Newspaper/Archiv/dpa
Epoch Times25. März 2016
In Istanbul beginnt heute der Prozess gegen zwei regierungskritische Journalisten. Dem Chefredakteur der Zeitung „Cumhuriyet“ und dem Hauptstadt-Büroleiter der Zeitung, Can Dündar und Erdem Gül, werden unter anderem Spionage und Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen.

Ihnen droht lebenslange Haft. Hintergrund ist ein Bericht der „Cumhuriyet“ vom vergangenen Jahr über angebliche Waffenlieferungen an Extremisten in Syrien. Die „Cumhuriyet“ hatte berichtet, Beamte hätten Lastwagen gestoppt und unter anderem unter Medikamenten versteckte Artilleriegeschosse gefunden.

Die Zeitung veröffentlichte auch entsprechende Bilder und Videos. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte damals, es habe sich um Hilfslieferungen gehandelt und stellte persönlich Strafanzeige gegen Erdem und Gül.

Im November mussten Dündar und Gül in Untersuchungshaft. Das Verfassungsgericht hob die Entscheidung nach drei Monaten wieder auf.

(dpa)

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