Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf Energieanlagen in Region Smolensk

Die Ukraine hat erneut russische Energieinfrastruktur angegriffen. Teilweise brachen Feuer aus.
Feuer in Öllagern im russischen Klintsy im Januar diesen Jahres.
Dieses Öldepot wurde wohl auch durch ukrainische Drohnen angegriffen: Feuer in Öllagern im russischen Klintsy im Januar 2024.Foto: Uncredited/Governor of Bryansk Region Alexander Bogomaz telegram channel AV BogomaZ/AP/dpa
Epoch Times24. April 2024

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Smolensk sind nach russischen Angaben mehrere Energieanlagen getroffen worden.

Die Region im Westen Russlands sei „erneut von ukrainischen Drohnenangriffen ins Visier genommen“ worden, erklärte der Regionalgouverneur Wassili Anochin am Mittwoch im Onlinekanal Telegram.

Infolge der „Angriffe auf zivile Standorte der Energieinfrastruktur“ seien „Feuer ausgebrochen“, fügte er hinzu. Es habe keine Verletzten gegeben. Weitere Einzelheiten nannte der Gouverneur zunächst nicht.

Einen weiteren ukrainischen Drohnenangriff meldeten die russischen Behörden im weiter südlich gelegenen Lipezk, einem wichtigen Standort der Metall- und Pharmaindustrie.

„Das kriminelle Regime in Kiew hat versucht, Infrastruktur im Industriegebiet von Lipezk zu treffen“, schrieb der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, auf Telegram. Wohngebiete hätten nicht im Visier gestanden. Angaben über mögliche Opfer machte er zunächst nicht.

Fast die Hälfte aller großen Raffinerien wurden bereits angegriffen

Als Reaktion auf den Beschuss aus Moskau hat die Ukraine ihrerseits ihre Angriffe auf russisches Staatsgebiet verstärkt. Seit Beginn des Konflikts hat die Ukraine viele Drohnen auf russische Energieanlagen abgefeuert, darunter auch Ölraffinerien. Einige davon befinden sich tief im Land, etwa wie beim Angriff in der Region Samara, 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Es wurden Kampfdrohnen verwendet.

Daraufhin stieg der Preis für Benzin in Russland, es wurde ein umfangreiches Ausfuhrverbot verhängt. Nur Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Mongolei erhalten noch Benzin aus Russland.

Die russischen Raffineriekapazitäten wurden laut „Reuters“ um etwa 14 Prozent reduziert. Fast die Hälfte aller großen Raffinerien – etwa 30 – seien angegriffen wurden. Teilweise auch mehrfach, so Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer in einer seiner Analysen.

Washington fürchtet laut „Financial Times“ Auswirkungen auf die weltweiten Ölpreise. Sofern die Ukraine große Exportterminals angreift, könnte es weltweit zu Schwierigkeiten kommen. (afp/red)



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