Pistorius: Gespräche über Leopard-Panzer-Reparaturstätten in Polen „komplex“

Die Errichtung von Reparaturstätten in Polen für beschädigte Leopard-Panzer aus der Ukraine gestalten sich schwierig.
Seit dem Regierungswechsel in Deutschland wurden keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien geliefert.
Seit dem Regierungswechsel in Deutschland wurden keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien geliefert.Foto: Philipp Schulze/dpa
Epoch Times12. Juli 2023

Die Gespräche über ein Instandhaltungszentrum in Polen für beschädigte Leopard-Panzer aus der Ukraine gestalten sich offenbar schwierig. Die Modelle Leopard 2A5 und 2A6 sollen entgegen der ursprünglichen Pläne nunmehr in Deutschland und „voraussichtlich“ auch in Litauen repariert werden, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Diese Arbeiten könnten beginnen, „sobald die ukrainischen Streitkräfte den Instandsetzungsbedarf anzeigen“.

Anders sieht es beim Modell Leopard 2A4 aus, das Polen der Ukraine zur Verfügung stellt. „Wie Leopard-2A4-Kampfpanzer instandgesetzt werden können, dazu laufen noch Gespräche“, erklärte der Sprecher.

„Polen und Deutschland verfolgen weiterhin die Idee der Instandsetzung von Leopard-2-Panzern“, fügte er hinzu. „Diese wollen sie gemeinsam koordinieren.“

„Preisvorstellungen der Polen überzogen“

Zuvor hatte das „Handelsblatt“ berichtet, die Bundesregierung steige ganz aus der Vereinbarung über das Instandhaltungszentrum aus. Dies solle in den nächsten Tagen offiziell verkündet werden. Grund seien Preisvorstellungen der Polen, die aus deutscher Sicht überzogen seien.

Deutschland, Polen und die Ukraine hatten im April eine Absichtserklärung für die Einrichtung des Reparaturzentrums für Leopard-2-Panzer in Polen nahe der ukrainischen Grenze unterzeichnet. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte damals, er gehe von einer Inbetriebnahme Ende Mai aus.

Am 3. Juli sprach Pistorius bei einem Besuch in Polen von „intensiven“ und „komplexen“ Verhandlungen über das Reparaturzentrum. „Die Zeit drängt“, betonte der Minister. „Deswegen sind wir der Auffassung, dass die Gespräche möglichst innerhalb der nächsten zehn Tagen beendet werden sollten“. (afp)



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