Wandbild in Afghanistan mit Zalmay Khalilzad (L), und Taliban-Mitbegründer Mullah Abdul Ghani Baradar (R).Foto: WAKIL KOHSAR/AFP über Getty Images

US-Sondergesandter für Afghanistan bezeichnet Gefangenenaustausch als wichtigen Schritt

Epoch Times13. April 2020 Aktualisiert: 13. April 2020 11:08
"Die Freilassung von Gefangenen ist ein wichtiger Schritt im Friedensprozess und zur Reduzierung der Gewalt", sagte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad.

Der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hat einen ersten Gefangenenaustausch zwischen den radikalislamischen Taliban und der afghanischen Regierung als wichtigen Schritt in Richtung Frieden bezeichnet. „Die Freilassung von Gefangenen ist ein wichtiger Schritt im Friedensprozess und zur Reduzierung der Gewalt“, schrieb Khalilzad am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Nach Angaben des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes ließen die Taliban am Sonntag 20 afghanische Sicherheitskräfte frei, die sie gefangen gehalten hatten. In der vergangenen Woche hatte die Regierung hunderte gefangene Aufständische freigelassen. Beide Seiten sollten nun so schnell wie möglich ihre Bemühungen vorantreiben, die in dem zwischen den USA und den Taliban getroffenen Abkommen vereinbarten Ziele umzusetzen, forderte Khalilzad.

Die afghanische Regierung und die Taliban verhandeln seit Anfang April über einen Austausch ihrer Gefangenen, der ursprünglich bereits für den 10. März geplant war. Er ist zentraler Bestandteil des Abkommens zwischen den USA und der radikalislamischen Miliz zur Beendigung des jahrelangen bewaffneten Konflikts in Afghanistan.

Das Abkommen sieht vor, dass bis zu 5000 gefangene Taliban-Kämpfer und bis zu tausend verschleppte afghanische Soldaten freikommen. Danach sollen auch die innerafghanischen Friedensverhandlungen beginnen.

Kabul war allerdings an den Verhandlungen und der Unterzeichnung des Abkommens nicht beteiligt. Die Taliban betonten immer wieder, die Gespräche über den Gefangenenaustausch seien rein „technischer“ Natur, keineswegs handle es sich dabei um „politische“ Verhandlungen. (afp)

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