500 Euro Mehrkosten pro Monat: Experten fürchten steigende Kosten für Pflegebedürftige

Epoch Times1. Juni 2018 Aktualisiert: 1. Juni 2018 13:05
Pflegebedürftige in Heimen müssen mit stark steigenden Eigenanteilen an den Pflegekosten rechnen. Ein Betroffener mit Pflegegrad II müsse mit 500 Euro/Monat Mehrkosten rechnen, heißt es.

Pflegebedürftige in Heimen müssen mit stark steigenden Eigenanteilen an den Pflegekosten rechnen.

Wie „Bild“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf Stellungnahmen von Experten für eine Anhörung am Montag im Bundestag berichtet, drohen bei einem Pflegebedürftigen im Pflegegrad II bis zu 500 Euro Mehrkosten im Monat.

In ihren Stellungnahmen weisen die Experten laut „Bild“ auf die stark steigenden Ausgaben der Pflegeeinrichtungen für die geplante Aufstockung des Personals und die steigenden Löhne hin.

Da die Pflegesätze nicht erhöht würden, müssten die Mehrkosten von den Pflegebedürftigen selbst finanziert werden. Es könnten „nun innerhalb kurzer Zeit mehrere Erhöhungen anfallen“, warnt der BIVA-Pflegeschutzbund in seiner Stellungnahme.

Ein Betroffener mit Pflegegrad II müsse mit 500 Euro/Monat Mehrkosten rechnen. Schon heute zahlen Betroffene im Schnitt 1.751 Euro Eigenanteil für eine vollstationäre Pflege – ca. 60 Euro mehr als 2017.

Dabei schwanken die Beträge je nach Bundesland: In Nordrhein-Westfalen liegt der Eigenanteil bei 2.263 Euro/Monat, in Sachsen bei 1.170 Euro. Nach Angaben des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege (DEVAP): zahlen Betroffene vom Beginn der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod im Schnitt 31.131 Euro aus der eigenen Tasche an die Pflegeheime.

Weil bei vielen die Rente dafür nicht reicht, beantragen immer mehr Senioren Sozialhilfe. 2016 erhielten bereits 347.000 Alte „Hilfe zur Pflege“. Die Ausgaben stiegen 2016 auf 3,8 Milliarden Euro – 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion