Wegen Coronakrise geschlossener LadenFoto: über dts Nachrichtenagentur

Allensbach-Chefin: Mehrheit besorgt über wirtschaftliche Folgen der Corona-Maßnahmen

Epoch Times27. April 2020 Aktualisiert: 29. April 2020 10:50
Die Allensbach-Chefin Renate Köcher fasste das Stimmungsbild der Deutschen über die Corona-Maßnahmen zusammen. Sie kommt zu dem Schluss, dass viele Deutsche inzwischen das Medikament mehr fürchten als die Krankheit.

Die Angst der Deutschen vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Maßnahmen übertrifft mittlerweile die Furcht vor dem Virus. „Die überwältigende Mehrheit macht sich mittlerweile große und wachsende Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung“, sagte Prof. Dr. Renate Köcher, Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). In den ersten zwei, drei Wochen der Ausgangsbeschränkungen habe das Infektionsrisiko im Vordergrund gestanden.

Menschen wird der Boden unter den Füßen weggezogen

„Jetzt wird immer mehr Menschen bewusst, welche Kollateralschäden die Bekämpfung der Infektion fordert“, so die Allensbach-Chefin weiter. Sie warnte, dass man bald „wesentlich kontroversere Diskussionen“ und „gesellschaftliche Spaltungen“ sehen werde. Es gebe viele „Corona-Verlierer, denen regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, wie Gastronomie, Tourismus, Teile von Handel und Dienstleistungen oder der gesamte künstlerische Bereich“, sagte Köcher.

Politiker und Beamte haben wenig zu verlieren

Andere Sektoren, etwa Politiker, Beamte oder Rentner, hätten dagegen zunächst keine materiellen Verluste zu befürchten. Es sei „bemerkenswert, wie absolut alles in den letzten Wochen einem Ziel untergeordnet wurde: `Whatever it takes`“. Aber diese Kraftanstrengung sei „nur begrenzte Zeit“ möglich.

Kinder als große Verlierer

„Schon drei Monate wäre der Zustand der letzten Wochen kaum durchzuhalten, nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Schäden, sondern auch wegen anderer Folgen wie beispielsweise der Verschlechterung der Chancen von Kindern, deren Eltern sich außerstande sehen, den Wegfall des Schulunterrichts zu kompensieren, der Schäden für weite Teile des Kulturlebens, das soziale Leben, die Psyche“, so die Allensbach-Chefin weiter.

Regulierung scheint bei einigen Regierenden die Lust auf mehr zu wecken

Das derzeit so verbreitete Homeoffice zum Beispiel sei deutlich schlechter als sein Ruf. „Die Mehrheit derjenigen, die sich zurzeit im Homeoffice befinden, zieht auch eine negative Bilanz in dem Sinne, dass uns gesagt wird, dass man unter diesen Bedingungen schlechter arbeiten kann als im Unternehmen“, sagte Köcher dem „Handelsblatt“. Dass der Staat aber auch hier bald Vorgaben machen wolle „und damit in die Arbeitsorganisation der Unternehmen eingreifen möchte“, lasse für sie nur den Schluss zu, dass Regulierung „offensichtlich Lust auf mehr“ mache, so die Meinungsforscherin. (dts)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wenn der Staat eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielt, hat jede Aktion einen Dominoeffekt auf den Markt. Neue Richtlinien und Gesetze können ganze Branchen verändern und viele Unternehmen und Investoren von den Entscheidungen der Regierung abhängig machen. Der Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, ist dadurch ein führender Akteur in der Wirtschaft geworden.

Der Staat ist wie ein Schiedsrichter, der bei einem Fußballspiel auch noch zum Spieler wird: Er kontrolliert und reguliert das Kapital in einer Wirtschaft, die früher privat war und ersetzt damit die „unsichtbare Hand“ durch die „sichtbare Hand“.

Es gibt mindestens zwei Hauptfolgen der umfangreichen staatlichen Eingriffe. Erstens erweitert sich die Macht des Staates hinsichtlich seiner Rolle und seines Umfangs. Regierungsbeamte entwickeln zunehmend Überheblichkeit hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in die Wirtschaft einzugreifen und den Staat die Rolle des Retters spielen zu lassen. Auch nach der Bewältigung einer Krise behält die Regierung für gewöhnlich ihre erweiterten Befugnisse und Funktionen bei – wie im Kapitel 9 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert wird.

Zweitens führt der Interventionismus zu mehr Abhängigkeit von der Regierung. Wenn die Menschen auf Herausforderungen stoßen oder wenn der freie Markt nicht die Vorteile bieten kann, die sie sich wünschen, werden sie sich für mehr staatliche Eingriffe einsetzen, um ihre Forderungen erfüllt zu bekommen.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]