17 CDU-Politiker in Thüringen: Gespräche mit „ALLEN“ Parteien im Landtag gefordert – Originaltext

Epoch Times5. November 2019 Aktualisiert: 6. November 2019 6:46
17 CDU-Funktionäre aus Thüringen appellieren mit einem offenen Brief für Gespräche mit ALLEN Parteien im Landtag. Hier der vollständige Wortlaut.

In einem Offenen Brief haben 17 Thüringer CDU-Funktionäre nach der Schlappe ihrer Partei bei der Landtagswahl Bereitschaft zu Gesprächen mit der AfD im Freistaat gefordert.

Der „Appell konservativer Unionsmitglieder in Thüringen“ ist in CDU-Kreisen verbreitet worden. Wir geben ihn hier im Wortlaut wieder:

„Demokratie erfordert Dialog“

Appell konservativer Unionsmitglieder in Thüringen

Wir appellieren an die CDU Thüringen und die CDU Fraktion im Thüringer Landtag, dass sie, losgelöst von der medialen Debatte, ihrer Verantwortung für die Zukunft unseres Freistaates Thüringen gerecht werden und sich aktiv am Gesprächsprozess mit ALLEN demokratisch gewählten Parteien im Thüringer Landtag beteiligen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Heym hat die Situation sehr treffend analysiert. Wir erwarten daher, dass der Landesvorstand sich zu ihm bekennt und die Angriffe aus den eigenen Reihen auf seine Person sofort beendet werden. Zeigen sie doch, wie wenig man sich mit dem eigentlichen Inhalt seiner Aussage auseinandergesetzt hat. Die CDU kann und wird nicht dabei helfen einen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow oder Björn Höcke ins Amt zu bringen. Koalitionen mit beiden sind daher unmöglich.

Jedoch muss alles dazwischen unter Demokraten besprochen werden können, um auszuloten, ob und wie in Thüringen eine stabile Regierung gebildet werden kann. Da kann es in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht sein, dass fast ein Viertel der Wählerstimmen bei diesen Gesprächen außen vor bleiben sollen. Die Gespräche sind ergebnisoffen zu führen und zügig zu beginnen. Ob sich daraus Entscheidungen für die Thüringer Union ableiten lassen, werden die Gespräche zeigen. Von diesem Punkt sind wir derzeit weit entfernt.

Die Ausschließeritis, die von allen Seiten im Rahmen des Wahlkampfes an den Tag gelegt wurde, hat zu einer sehr schwierigen Konstellation der Regierungsbildung in Thüringen geführt. Dieser Umstand lässt sich nicht allein durch den Verweis auf Parteitagsbeschlüsse und wohlfeile Ratschläge aus der Nachbarschaft lösen. Statt über Bewertungsmaßstäbe zu streiten, sollten wir unsere Energie darauf verwenden, wie wir dieser Entwicklung für die Zukunft entgegentreten wollen. Gerade die Bundespolitik präsentiert sich hier, genauso wie während des Wahlkampfes, nicht als Hilfe.

Es ist undenkbar, dass wir in einer freiheitlichen Gesellschaft wieder Rede- und Denkverbote zulassen, auf welcher Basis auch immer sie formuliert werden. Wir vertrauen auf die Thüringer Union dieser äußerst schwierigen Situation und der daraus resultierenden Verantwortung gerecht zu werden.

gezeichnet:
Ralf Liebaug stellv. Kreisvorsitzender CDU Schmalkalden-Meiningen Vorsitzender CDU Schmalkalden
Christiane Barth stellv. Kreisvorsitzende CDU Schmalkalden-Meiningen
Marco Bader Vorsitzender CDU Zella-Mehlis
Thomas Fickel Fraktionsvorsitzender CDU Meiningen
Silke Schulz Vorsitzende CDU Meiningen
Oliver Wünsch Mitglied des Vorstandes der CDU Zella-Mehlis
Christian Sitter Mitglied Landesvorstand der MIT Schatzmeister der MIT Gotha
Sebastian Möller Vorsitzender des Kreisverbandes der Jungen Union RhönRennsteig
Dr. Kai Lehmann Mitglied der CDU Fraktion des Kreistages SchmalkaldenMeiningen
Ralf Luther ehem. Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen
Alexander Brodtführer Vorsitzender der CDU Schleusingen
Angela Wanner Mitglied des Landesvorstandes der Frauen Union Thüringen
Jörg Kellner Mitglied des Thüringer Landtages Vorsitzender des CDU Kreisverbandes Gotha
Thomas Schmalz Vorsitzender der CDU Fraktion im Stadtrat Hildburghausen
Christian Schulz stellv. Vorsitzender der MIT Kyffhäuserkreis Mitglied im Landesvorstand der MIT Thüringen
Erik Oelsner Vorsitzender des Kreisverbandes der Jungen Union ZeulenrodaTriebes
Ulli Schulz stellv. Vorsitzender des MIT Kreisverbandes Gotha  (nmc)

Eine Buchempfehlung

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Um die Macht zu ergreifen, kann jedes Versprechen und jeder Kompromiss gemacht werden – das betonte Lenin immer wieder. Um ihre Ziele zu erreichen, sei es erlaubt, skrupellos vorzugehen. Mittlerweile wurden die öffentlichen Institutionen der westlichen Gesellschaft tatsächlich heimlich vom kommunistischen Kräften unterwandert und übernommen.

Im Kapitel fünf des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ geht es darum, wie die Meinungsfreiheit durch linke Gruppierungen benutzt wird, um andere davon abzuhalten, ihre Meinung frei zu äußern. 

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 45,00 Euro (zzgl. 5,50 Euro Versandkosten) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times Phone: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN