Die Altstadt von Mossul, Irak, am 9. Juli 2017.Foto: AHMAD AL-RUBAYE/AFP/Getty Images

Auswärtiges Amt bestätigt zweite im Irak festgenommene Deutsche

Epoch Times24. Juli 2017 Aktualisiert: 24. Juli 2017 18:30
Neben der 16-jährigen Linda W. aus Sachsen wurde nach der Rückeroberung Mossuls eine zweite Deutsche im Irak festgenommen, wie das Auswärtige Amt bestätigte.

Das Auswärtige Amt bestätigte: Neben der 16-jährigen Linda W. aus Sachsen wurde im Irak eine zweite Deutsche festgenommen.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Bagdad konnten die beiden Frauen am 20. Juli besuchen und ihre Identität klären, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin mitteilte. Die Frauen sind mutmaßliche Unterstützerinnen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Nach Informationen des „Spiegel“ sitzen im Irak vier deutsche Frauen in Haft, die sich in den vergangenen Jahren der IS-Miliz angeschlossen hatten und nach der Befreiung Mossuls gefasst wurden.

Am Donnerstag hätten deutsche Diplomaten die Frauen in einem Gefängnis am Flughafen von Bagdad besuchen können. Nach einer ersten Einschätzung gehe es ihnen den Umständen entsprechend gut. Eine der Deutschen habe marokkanische Wurzeln. Eine andere stamme offenbar aus Tschetschenien, habe aber einen deutschen Pass.

Nach der Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul durch irakische Regierungskräfte wurden zwei weitere Frauen festgenommen, bei denen es sich um IS-Anhängerinnen aus Deutschland handeln soll. Deutsche Diplomaten sollten die beiden Frauen nach Angaben der Außenamtssprecherin am Montag besuchen. Danach könne offiziell mitgeteilt werden, ob es sich bei ihnen ebenfalls um deutsche Staatsbürgerinnen handele.

Die „Welt“ berichtete, der Bundesnachrichtendienst bemühe sich um eine baldige Überstellung der Frauen nach Deutschland. Ein Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und dem Irak gibt es jedoch nicht, wie eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums sagte. Derzeit würden aber Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Irak geprüft.

Deutschland ermittelt gegen Linda W.

Gegen Linda W. wird in Deutschland ermittelt. Der Vorwurf: Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Einen Haftbefehl gegen die 16-Jährige gibt es noch nicht.

Linda war im vergangenen Sommer aus ihrem sächsischen Heimatort Pulsnitz Richtung Türkei verschwunden. Sie hatte im Internet Kontakt zu Islamisten aufgenommen und sich radikalisiert. (afp/dpa)

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