Die Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg auf einer Briefmarke verewigt.Foto: istock

Berlin: Linke gedenkt der Kommunisten Luxemburg und Liebknecht – Ermordet im Auftrag der SPD

Epoch Times13. Januar 2019 Aktualisiert: 15. Januar 2019 12:46
Vor hundert Jahre organisierten die Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht eine blutige Revolution in Deutschland. Ihr Versuch scheiterte und sie wurden erschossen. Heute gedenkt die Linke der beiden Kommunisten in Berlin.

Hundert Jahre nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht will die Linke heute in Berlin der beiden Kommunistenführer gedenken. Wie jedes Jahr im Januar ist ein stilles Erinnern an der Gedenkstätte der Sozialisten am Zentralfriedhof Friedrichsfelde geplant.

Zu dieser will auch die Parteispitze kommen, wie die Linke ankündigte. Das eigentliche Grabfeld liegt weiter im Inneren des Friedhofs. Daneben sind am Sonntag weitere Kundgebungen und Demonstrationen in der Hauptstadt geplant.

Luxemburg und Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 von Freikorps-Soldaten in Berlin bei dem Versuch erschossen, in Deutschland eine Diktatur nach sowjetischem Vorbild einzurichten. Dem Ganzen gingen eine versuchte kommunistische Revolution und blutige Kämpfe in den Straßen von Berlin voraus.

Der mit dem Mord betraute Hauptmann Waldemar Pabst schrieb 1969 in einem Privatbrief und wenige Monate vor seinem Tod – man fand sie 1970 in seinem Nachlass – über die Morde und Gustav Noske (SPD), den Volksbeauftragten und Militär-Minister der SPD-Regierung von Friedrich Ebert:

Dass ich die Aktion ohne Noskes Zustimmung gar nicht durchführen konnte (mit Ebert im Hintergrund) und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin, und warum die kriegsgerichtliche Verhandlung so verlaufen ist, Vogel aus dem Gefängnis befreit wurde usw. Als Kavalier habe ich das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, dass ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit.“

(Waldemar Pabst, 1969)

(dpa/as/sm)



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