Die Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Herstellers Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin.Foto: Biontech/dpa/dpa

Biontech-Gründer erhalten Verdienstorden der Bundesrepublik

Epoch Times26. Februar 2021 Aktualisiert: 26. Februar 2021 19:00
Die Preisverleihung am 19. März ist zugleich die erste persönliche Ordensaushändigung durch Bundespräsident Steinmeier in diesem Jahr.

Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin erhalten das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die Auszeichnung soll dem Forscher-Ehepaar am 19. März in Schloss Bellevue durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden, wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte.

Die beiden Wissenschaftler „verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung“, heißt es in der Begründung. Mit der Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 hätten Türeci und Sahin einen „entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie geleistet“.

Die Preisverleihung ist laut Bundespräsidialamt die erste persönliche Ordensaushändigung des Bundespräsidenten in diesem Jahr.

Sahin erwartet „normaleres Leben“ im Spätsommer

Ugur Sahin geht davon aus, dass die Pandemie in Deutschland „bis zum Spätsommer“ unter Kontrolle sein sollte: „Unter Kontrolle bedeutet nicht, dass es keine Infektionen mehr gibt. Aber dass wir ein normaleres Leben haben können“, sagte Sahin dem „Spiegel“. Sahins Optimismus beruht insbesondere auf neuen Studien-Daten, laut denen der Biontech-Impfstoff nicht nur die Krankheit verhindert, sondern auch die Übertragung des Virus zu rund 90 Prozent unterdrückt.

Dies geht unter anderem aus einer dieser Woche veröffentlichen israelischen Studie mit über einer Million Teilnehmern hervor, über die der „Spiegel“ berichtet. Durch die Infektions-Verhinderung werde es einfacher, die Pandemie zu bekämpfen: „Wenn sich weniger Menschen anstecken, wird es unwahrscheinlicher, dass sich neue Varianten bilden“, sagte Sahin. Zudem sei die Herdenimmunität einfacher zu erreichen, wenn Geimpfte großteilig nicht mehr ansteckend sind.

„Mit einem Vakzin, das Infektionen verhindert, schützte ich als geimpfter Mensch nicht nur mich, sondern auch die Ungeimpften. Weil ich mit fast 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit als Überträger ausfalle.“

Sahin warnte aber gleichzeitig davor, dass der Begriff der Herdenimmunität oft missverstanden werde – nämlich, dass man dann auch als Umgeimpfter in der Menge der Geimpften sicher sei: „Aber das stimmt nicht: Wer nicht geimpft ist, ist nicht geschützt und kann sich weiter infizieren.“ Der Vorteil der Herdenimmunität sei jedoch, dass das Virus nicht mehr außer Kontrolle geraten könne: „Das bedeutet vor allem, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird“, so Sahin.

„Es wird sicherlich immer wieder kurze Ausbrüche geben, die dann aber relativ schnell kollabieren werden.“ Zunächst habe Deutschland aber das Problem, dass B117 zu grassieren beginne. „Ab Mitte März sollte sich bei den zuerst Geimpften älteren Bevölkerung die Mortalität reduzieren, wenn die Impfungen weiter vorangehen“, sagte Sahin. „Aber die Infektionsrate in Deutschland könnte erst ab Ende Mai oder Anfang Juni einen deutlichen impfstoffbedingten Rückgang verzeichnen.“ (dpa/dts)

 


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