Reiseveranstalter Thomas Cook war unterversichert.Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa

Bund zahlt bislang rund 130 Millionen Euro an Kunden von Thomas Cook aus

Epoch Times18. Juli 2021 Aktualisiert: 18. Juli 2021 16:35
Der Zusammenbruch von Thomas Cook hatte im Herbst 2019 hunderttausende Reisende ins Chaos gestürzt.

Der Bund hat bislang 130,5 Millionen Euro Entschädigung an Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook ausgezahlt.

95.600 Fälle und damit bereits 91 Prozent der Anmeldungen seien erledigt, sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Summe deutlich höher geschätzt: auf 225 Millionen Euro.

Thomas Cook zahlte 27 Prozent – den Rest übernahm der Bund

Zwar hatte der damals nach der TUI zweitgrößte Reisekonzern eine Versicherung für den Fall der Pleite abgeschlossen, doch die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro reichte nicht, um alle Kundinnen und Kunden voll zu entschädigen.

Die Betroffenen erhielten gerade einmal eine Quote von 26,83 Prozent. Daraufhin sprang der Bund ein und erklärte sich bereit, auf freiwilliger Basis den restlichen Schaden zu ersetzen.

Dass der Staat nun billiger davonkommt als erwartet, liege daran, dass sich viele Kunden ihr Geld von anderer Stelle geholt hätten, zitierte der „Tagesspiegel“ aus dem Bundesjustizministerium.

Wer die geplatzte Reise mit einer Kreditkarte gezahlt hatte, konnte sich laut Bericht sein Geld oft über den Kreditkartenanbieter zurückholen. Gleiches gilt für Lastschriften, die viele Kundinnen und Kunden noch so rechtzeitig zurückgeben konnten, dass sie nicht auf dem Reisepreis sitzen blieben.

Der Zusammenbruch von Thomas Cook hatte im Herbst 2019 hunderttausende Reisende ins Chaos gestürzt. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion