Eiffelturm in ParisFoto: über dts Nachrichtenagentur

Bundesregierung und RKI erklären gesamte Niederlande und Festland-Frankreich zu Risikogebieten

Epoch Times15. Oktober 2020 Aktualisiert: 15. Oktober 2020 20:17

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die gesamten Niederlande sowie Festland-Frankreich zum Corona-Risikogebiet erklärt. Das geht aus der Auflistung der Ausweisungen internationaler Risikogebiete des RKI hervor, die am Donnerstagnachmittag aktualisiert wurde.

Liste von Ländern:

Demnach sind nun die gesamten Niederlande inklusive der autonomen Länder auf der Liste zu finden, ebenso die gesamte Slowakei, ganz Malta und Teile von Finnland (die Region Österbotten), Frankreich (gesamt Kontinentalfrankreich und Martinique), Irland (die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands), Italien (die Regionen Campania und Ligurien), Kroatien (die Gespanschaften Stadt Zagreb und Međimurska), Polen (die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie), Portugal (die Region Norte), Schweden (die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala), der Schweiz (die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug), Slowenien (die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska), Ungarn (die Region/Komitat Veszprém) und des Vereinigten Königreichs (die Regionen East Midlands und West Midlands).

Für Namibia wurde die Einstufung als Risikogebiet zurückgenommen. Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer eine Pflicht zur Absonderung bestehen.

RKI-Präsident kann sich Abriegelung von Corona-Risikogebieten vorstellen

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, kann sich eine Abriegelung von Risikogebieten vorstellen, um das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland unter Kontrolle zu halten. Vor neun Monaten habe er eine solche Maßnahme noch für undenkbar gehalten, sagte Wieler in einem Interview des Fernsehsender phoenix am Donnerstag. Inzwischen halte er das aber für vorstellbar.

Mit Blick auf die am Mittwoch zwischen Bund und Ländern verabredeten Corona-Maßnahmen kritisierte Wieler, ihm fehle die „Verbindlichkeit“. Einige der Maßnahmen seien nur Empfehlungen, er würde sich aber wünschen, dass etwa das Tragen von Masken in Innenräumen verpflichtend wäre. Angesichts der heftigen Debatte um Beherbergungsverbote in einigen Bundesländern verwies Wieler darauf, dass die Mobilität „einer der Treiber dieser Pandemie“ sei. (dts/afp)

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