Viele Hundert Menschen haben in Berlin gegen eine geplante Räumung der linksalternativen Bauwagen-Siedlung auf einem besetzten Grundstück an der Köpenicker Straße demonstriert.Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa

Linke demonstrieren gegen Räumung von Bauwagen-Siedlung „Köpi“

Epoch Times3. Oktober 2021 Aktualisiert: 3. Oktober 2021 8:09
Erneut steht in Berlin eine Räumung eines linksradikalen Symbolprojektes an. Diesmal geht es nicht um ein besetztes Haus, sondern um eine sogenannte Wagenburg.

Viele Hundert Menschen aus der linken und linksradikalen Szene haben am Samstagabend in Berlin gegen eine geplante Räumung der linksalternativen Bauwagen-Siedlung auf einem besetzten Grundstück an der Köpenicker Straße demonstriert.

Unter den Demonstranten war auch ein großer Block schwarz gekleideter und vermummter Linksautonomer. Die Teilnehmer liefen von dem Gelände durch Kreuzberg nach Friedrichshain. Der Demonstrationszug mit dem Titel „Defend Køpi Wagenplatz“ wurde von einem größeren Polizeiaufgebot dicht begleitet. Nach Beobachtungen eines dpa-Reporters waren mehr als 1000 Menschen auf der Straße.

Während der ganzen friedlichen Demonstration wurden immer wieder Böller gezündet und Feuerwerksraketen in den Himmel geschossen. Auf Balkonen von früher besetzten Häusern an der Strecke standen Unterstützer mit bengalischem Feuer und Rauchtöpfen. Bei einer Zwischenkundgebung an der Ecke Liebigstraße und Rigaer Straße erinnerte eine Rednerin an die Räumung des besetzten Hauses „Liebig 34“ vor fast genau einem Jahr.

Das Wagenburgcamp an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte soll voraussichtlich am 15. Oktober geräumt werden. Die Bewohner betonten, sie würden den Räumungstermin nicht widerstandslos hinnehmen.

Die sogenannte Köpi gilt als eines der letzten Symbolprojekte der linksradikalen Szene in Berlin. Das Landgericht hatte im Juni die Räumung angeordnet. Laut Urteil muss das unbebaute, 2600 Quadratmeter große Grundstück, auf dem Bau- und Wohnwagen stehen, frei gemacht werden. Nach Angaben des Bewohner-Vereins wohnen dort etwa 30 Menschen. (dpa/oz)



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