Ein Flugabwehrpanzer vom Typ "Gepard 1A2" feuert auf dem Schießplatz im schleswig-holsteinischen Todendorf eine Stinger-Flugabwehrrakete ab.
Der Flugabwehrpanzer vom Typ "Gepard 1A2". Symbolbild.Foto: Carsten Rehder/dpa

Der Flugabwehrpanzer Gepard – kaum Munition parat

Epoch Times26. April 2022

Die Bundesregierung will eine Lieferung von Gepard-Panzern aus Beständen der Industrie an die Ukraine erlauben. Der Gepard ist ein Panzer, der der Flugabwehr dient. Dank seines Radarsystems mit einer Reichweite von 15 Kilometern ist er autonom einsetzbar – allwetterfähig bei Tag und Nacht.

Mit der aktuellen technischen Version könnten moderne Kampfflugzeuge, Raketen, ferngelenkte Flugkörper und Drohnen bekämpft werden, sagt der deutsche Hersteller Krauss-Maffei Wegmann.

Ursprünglich wurde der Gepard entwickelt, um den beweglichen Panzertruppen der Bundeswehr Schutz vor tieffliegenden Flugzeugen und Kampfhubschraubern zu bieten. Er wurde ab Anfang der 1970er Jahre produziert und auch an die Niederlande und Belgien geliefert.

Die Bundeswehr stellte den Panzer vor rund zehn Jahren außer Dienst. Innerhalb der NATO wird das Flugabwehrsystem weiterhin von Rumänien genutzt.

Munition nach gut 20 Minuten aufgebraucht

Nach der Zusage der Bundesregierung, der Ukraine bis zu 50 Flakpanzer vom Typ „Gepard“ zu liefern, mehren sich die Zweifel an der baldigen Verfügbarkeit des Panzers.

Der Hersteller KMW hat aktuell nur rund 23.000 Schuss Munition für das Hauptwaffensystem des Gepards vorrätig, berichtet „Bild“ unter Berufung auf Regierungskreise. Die beiden schweren Hauptwaffen des Panzers benötigen pro Minute etwa 1.100 Schuss.

Demnach würde die gesamte in Deutschland verfügbare Munition des Gepard-Panzers aktuell rein rechnerisch für lediglich rund 20 Minuten Nutzung der Hauptbewaffnung reichen. Das Bundesverteidigungsministerium und KMW suchen deshalb seit dem heutigen Dienstag nach weiterer Munition für den Gepard. Dabei würden vor allem die aktuellen Betreiber des Gepard-Panzers, Jordanien, Rumänien, Brasilien und Katar, angefragt, hieß es.

Zudem gehen Sicherheitskreise laut „Bild“ davon aus, dass das aufwendige Basistraining des Richtschützen sechs Wochen in Anspruch nimmt. Selbst nach einem beschleunigten Training ist so nicht mit einer Lieferung funktionstüchtiger und bemannter Gepard-Flakpanzer vor Juni zu rechnen. (dpa/dts/mf)



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