Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die V-Mann-Tätigkeit des ehemaligen «Blood and Honour»-Chefs bestätigt.Foto: Oliver Berg/dpa

Deutschland-Chef der Neonazi-Gruppe „Blood and Honour“ war V-Mann des Verfassungsschutzes

Epoch Times20. Mai 2017 Aktualisiert: 20. Mai 2017 18:16
Der ehemalige Deutschland-Chef der Neonazi-Gruppierung „Blood and Honour“ war V-Mann des Verfassungsschutzes.

Der ehemalige Deutschland-Chef der Neonazi-Gruppierung „Blood and Honour“ war nach Informationen der „Berliner Zeitung“ V-Mann des Verfassungsschutzes.

Ein Vertreter des Kölner Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) habe die V-Mann-Tätigkeit im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags bestätigt, berichtet das Blatt.

Bereits Anfang der Woche hatten mehrere ARD-Magazine berichtet, der Ex-Chef der Organisation habe in den 90er Jahren für den Verfassungsschutz gespitzelt.

Vermittelt worden sei er von der Berliner Polizei. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte die Berichte zurückgewiesen. „Nach jetzigem Kenntnisstand spricht für diese Erkenntnis erst mal nichts“, sagte Geisel am Donnerstag.

Laut „Berliner Zeitung“ arbeitete der in der rechten Szene unter dem Spitznamen „Pinocchio“ bekannte Stephan L. von mindestens 2002 bis spätestens 2010 unter dem Decknamen „Nias“ mit dem BfV zusammen.

Seine Aufgabe sei unter anderem gewesen, den Verfassungsschutz bei der Aufklärung von Nachfolgestrukturen der im Jahr 2000 verbotenen deutschen Division von „Blood and Honour“ zu unterstützen. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion