Deutschlands Beitrag zum Klimaschutz: Umweltministerin will CO2-Speicherung im Boden
Trotz Einwänden von Umweltverbänden hat sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze für die Einlagerung von Kohlendioxid im Boden ausgesprochen. Dies könnte ihrer Ansicht nach ein Beitrag sein, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.

Das Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder im Hintergrund.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Bundesumweltministerin Svenja Schulze spricht sich für die Einlagerung von CO2 im Boden zur Erreichung der deutschen Klimaziele aus. „Diese Debatte muss sein“, sagte die SPD-Politikerin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben) mit Blick auf die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in dieser Woche angestoßene Diskussion über unterirdische CO2-Speicherung.
„Gegen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid gab es lange Widerstand, weil sie die längere Verstromung von Kohle ermöglichen sollte. Mit dem Kohleausstieg aber hat sich dieser Einwand erledigt“, so Schulze.
Merkel hatte bei ihrer Rede auf dem 10. Petersberger Klimadialog die Speicherung von Kohlendioxid zur Erreichung der Klimaneutralität ins Spiel gebracht. Auch mit natürlichen Mitteln ließe sich Kohlendioxid binden, so Schulze. Aufforstung sei wichtig.
„Ich warne aber vor Illusionen: Wir können gar nicht so viele Bäume pflanzen, wie wir bräuchten, um unseren heutigen CO2-Ausstoß auszugleichen“, sagte Schulze.
Deutschland darf einen Beitrag zum Klimaschutz nicht auf andere Staaten abwälzen
Zudem dürfe Deutschland seinen Beitrag zum Klimaschutz nicht auf andere Staaten abwälzen: „Wir können auch nicht von Schwellen- und Entwicklungsländern erwarten, dass sie für uns das Problem lösen. Schließlich müssen die selbst auch klimaneutral werden.“
Schulze rief zur CO2-Reduktion auf: „Es ist immer besser, den Ausstoß von vornherein zu vermeiden als das CO2 hinterher mühsam wieder einzufangen, energieaufwendig weiterzuverwenden oder einzuspeichern.“ (dts/dpa)
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