Das Schiff "Sea-Watch 4" am 7. August 2020 im Hafen von Burriana. Das Schiff wurde im Januar 2020 von der Vereinigung United4Rescue gekauft, die mehr als 550 Organisationen vereint, die an der Rettung von Migranten im Mittelmeer beteiligt sind.Foto: JOSE JORDAN/AFP über Getty Images

EKD-Chef Bedford-Strohm fordert Italiens Verkehrsministerin zur Freigabe der „Sea-Watch 4“ auf

Epoch Times13. November 2020

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli zur Freigabe des derzeit im Hafen von Palermo festgesetzten NGO-Schiffs „Sea-Watch 4“ aufgefordert. Bei einer Videokonferenz mit De Micheli am Donnerstagabend habe Bedford-Strohm sein Unverständnis darüber ausgedrückt, „dass ein Auslaufen des Schiffes trotz der offensichtlichen Notlage auf dem Mittelmeer nicht möglich ist“, teilte die EKD am Freitag mit.

Im Online-Dienst Facebook beklagte Bedford-Strohm am Freitag, dass vor allem rechtliche Fragen das Auslaufen der „Sea Watch 4“ bisher verhindert hätten. „Dass sie bisher mehr Gewicht eingeräumt bekommen haben als die humanitäre Dringlichkeit, bedauere ich.“ Er kündigte zugleich an, die Bemühungen um die Freilassung des Schiffs fortzusetzen.

Sea Watch 4 liegt seit erster Rettungsmission in Palermo fest

Der bayerische Landesbischof äußerte sich auch bestürzt über den Tod von mehr als 90 Migranten und Flüchtlingen bei mehreren Schiffsunglücken auf dem Mittelmeer am Donnerstag. „Der Tod so vieler Menschen innerhalb weniger Stunden ist schrecklich. Dem himmelschreienden Leid und sinnlosen Sterben im Mittelmeer muss endlich ein Ende bereitet werden“, schrieb er.

Die „Sea-Watch 4“, die zu Jahresbeginn von dem kirchlich initiierten Bündnis United4Rescue aus Spenden erworben und als Schiff zur Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen aus dem Mittelmeer ausgestattet worden war, liegt seit ihrer ersten Rettungsmission im Hafen von Palermo fest. (afp/er)



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