Der alte ist der neue Chef: FDP-Chef Christian Lindner mit 87 Prozent im Amt bestätigt

Epoch Times26. April 2019 Aktualisiert: 26. April 2019 22:20
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Für den 40-Jährigen stimmten am Freitag auf dem Parteitag in Berlin 86,6 Prozent der Delegierten.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Für den 40-Jährigen stimmten am Freitag auf dem Parteitag in Berlin 86,6 Prozent der Delegierten. Gut zehn Prozent votierten gegen Lindner, rund drei Prozent enthielten sich. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Lindner war erstmals Ende 2013 zum Vorsitzenden gewählt worden, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. 2015 und 2017 wurde er jeweils mit mehr als 90 Prozent bestätigt.

„Vorstellung des Kandidaten“ mit Humor genommen

Obwohl Lindner am Freitag bereits eineinhalb Stunden zu den Anwesenden gesprochen hatte, forderte eine Delegierte vor der Abstimmung über den Bundesvorsitz eine Vorstellung des Kandidaten. Lindner nahm es mit Humor und berichtete, sein erster Berufswunsch sei Bauer gewesen. Er sei aber „jetzt auch sehr zufrieden mit der Alternativverwendung als Bundesvorsitzender dieser Freien Demokratischen Partei“.

Zu Lindners Stellvertretern wählte der Parteitag Wolfgang Kubicki, Nicola Beer und Katja Suding. Kubicki erhielt knapp 85 Prozent der Stimmen und damit rund sieben Punkte weniger als vor zwei Jahren. Suding wurde mit 82 Prozent der Stimmen wiedergewählt; das war fast genau das gleiche Ergebnis wie 2017.

Emotionaler Moment bei Verabschiedung von Strack-Zimmermann mit Standing Ovations

Die bisherige Generalsekretärin Beer, die dieses Amt wegen ihrer Spitzenkandidatur für die Europawahl aufgibt, erhielt lediglich 59 Prozent der Stimmen. Sie ersetzt die bisherige Vizevorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Bundestagsabgeordnete hatte sich entschieden, nicht wieder anzutreten, nachdem Beer Interesse an dem Vizeposten angemeldet hatte.

Die Verabschiedung von Strack-Zimmermann durch Lindner war am Freitag der emotionalste Moment auf dem Parteitag. Strack-Zimmermann wurde von den Delegierten bejubelt und erhielt minutenlangen Applaus und Standing Ovations. (afp)

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