In Hannover gibt es in Zukunft dieses Piktogramm nur noch ohne Querbalken – also keine Herrenräder mehr, nur noch Damenräder. Ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt.Foto: iStock

„Geschlechter-Gerechtigkeit“: Keine Herrenräder mehr als Bodenmarkierungen auf Hannovers Straßen

Epoch Times14. Mai 2019 Aktualisiert: 14. Mai 2019 14:32
In Hannover haben Fahrrad-Piktogramme auf den Straßen in Zukunft kein Oberrohr mehr – es sind also nur noch Damenfahrräder zu sehen. Bauarbeiter müssen die Oberrohr-Darstellung teilweise wieder abkratzen. Eine vieldiskutierte Entscheidung.

Im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit, so Stadt-Sprecher Dennis Dix, wird in Hannover das Oberrohr aus dem Fahrrad-Piktogramm gelöscht. Das sei laut Stadt-Sprecher Dennis Dix gelebte Praxis. Somit ist auf fast allen Fahrrad-Piktrogrammen ein Damenrad zu sehen. Ein Novum in Deutschland, schließlich gibt es doch keine vorgefertigten Piktogramme ohne Oberrohr.

Deshalb müssen die Mitarbeiter der Baufirmen die Stangen aus dem Piktogramm herauslösen. Es ist also kein ungewöhnliches Bild in Hannover, wenn ein Mitarbeiter einer Baufirma ein Fahrradpiktogramm, das er gerade aufgebracht hat, verändert. Er kratzt kurzerhand das Oberrohr der Abbildung ab, damit ein Damenfahrrad sichtbar ist. „Das ist nur in Hannover so, die Fahrräder dürfen hier keine Stange haben“, sagt ein Baufirmenmitarbeiter.

„Kein großer Aufwand“ für Hannover

Die Stadtverwaltung will in Zukunft das Oberrohr – vor dem Anbringen des Piktogramms auf der Straße – entfernen lassen. Man rechne mit keinem großen finanziellen und arbeitstechnischen Aufwand. Die Kernaussage dabei: Damit will die Stadt Hannover verhindern, dass sich ein Geschlecht diskriminiert fühlt.

Die „neuepresse.de“ schreibt: „Dies ist jedoch nicht auf die neue Gender-Empfehlung zurückzuführen, die die Verwaltung vor wenigen Monaten veröffentlicht hat. Hintergrund ist noch immer eine Entscheidung aus dem Jahr 1992.“

Die damalige Frauenbeauftragte Ursula Müller hatte durchgesetzt, dass die Stange fällt.“ Es folgte bundesweiter Spott. Gegner der Entscheidung sprachen bereits damals von „Quotenrädern“. Die Regelung wird seitdem strikt eingehalten. Selbst Hinweise über falsch aufgetragene Piktogramme gehen laufend bei der Stadt ein. (cs)



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