GÜNTHER JAUCH: „Auschwitz – Vermächtnis von Überlebenden“ heute Live-Stream So., 25.01 um 21:45 Uhr ARD Free-TV und Mediathek

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DAS ERSTE LIVE 21:45

Mein Leben mit Auschwitz – das Vermächtnis der letzten Überlebenden

Vor 70 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das KZ Auschwitz befreit, das größte Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Der Name Auschwitz gilt heute als Symbol für den systematischen Massenmord an sechs Millionen europäischen Juden während der Diktatur der Nazis und steht wie kein zweiter für die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands.

Allein in Auschwitz wurden zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Juden sowie viele Polen, Roma, Tschechen, Belarussen und Kriegsgefangene umgebracht, die ebenfalls in das Vernichtungslager deportiert wurden. Unzählige Menschen starben noch nach der Befreiung an den Folgen ihrer Inhaftierung.

Zeitzeugen halten die Erinnerung wach

Dass wir heute wissen, wie erbarmungslos und menschenverachtend es in den Lagern zuging, verdanken wir vor allem den Überlebenden des Holocausts.

Mit zwei von Ihnen – Eva Erben überlebte das KZ Auschwitz, Margot Friedländer das KZ Theresienstadt – spricht Günther Jauch am Sonntagabend. Ebenfalls zu Gast ist Gerhard Wiese, der als Staatsanwalt im ersten Auschwitz-Prozess an der strafrechtlichen Verfolgung der Holocaust-Verbrechen mitwirkte.

Eva Erben wurde 1930 in Tetschen nördlich von Prag geboren. Nach dem Einmarsch der Nazis in die Tschechoslowakei 1939 wurde ihr der Schulbesuch verboten, 1941 schließlich wurde Erben mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert. Drei Jahre später wurde zunächst Erbens Vater und kurze Zeit später die junge Eva mit ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert. Als die Sowjetarmee näher rückte, wurden Erben und ihre Mutter 1945 auf einen der Todesmärsche geschickt, den Erbens Mutter nicht überleben sollte. Durch einen Zufall gelang es Erben, den Nazis auf dem Todesmarsch zu entkommen und bei einer Familie Unterschlupf zu finden. Nach Kriegsende lebte Erben kurzzeitig in einem Prager Waisenhaus für jüdische Jugendliche, machte später eine Ausbildung zur Krankenschwester. 1948 heiratete sie ihren Mann Peter, 1949 wanderten sie gemeinsam nach Israel aus, wo beide bis heute leben. Erben erfuhr erst Jahre nach Kriegsende, dass ihr Vater nach Dachau weitertransportiert worden war, wo er an Typhus starb.

Margot Friedländer wurde 1921 in Berlin geboren. Bis 1936 besuchte sie die jüdische Mittelschule und machte anschließend eine Ausbildung zur Modezeichnerin. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs floh Friedländers Vater 1939 nach Belgien, 1942 wurde er in Auschwitz ermordet. Friedländers Mutter versuchte zwischen 1939 und 1943 mehrfach, eine Ausreise für sich und ihre beiden Kinder zu organisieren – vergeblich. Im Januar 1943 wurden Friedländers Mutter und ihr Bruder verhaftet, beide wurden später in Auschwitz ermordet. Margot Friedländer versteckte sich mehr als ein Jahr lang erfolgreich in Berlin, bevor sie im April 1944 entdeckt und ins KZ Theresienstadt gebracht wurde. Im April 1945 befreite das Internationale Rote Kreuz das Lager, 1946 wanderte Friedländer mit ihrem frisch angetrauten Ehemann in die USA aus. Erst 1959 erfuhr sie, dass ihre Familie in Auschwitz ermordet worden war. Bis 2010 lebte Friedländer in den USA, seit vier Jahren wohnt sie wieder in ihrer alten Heimatstadt Berlin.

Gerhard Wiese wurde 1928 in Berlin geboren. Mit 15 Jahren wurde er mit seiner Schulklasse von der Wehrmacht als Flakhelfer in Berlin eingezogen und an verschiedene Stellen in und um Berlin abkommandiert. 1945 kam Wiese in sowjetische Kriegsgefangenschaft, wurde jedoch aufgrund einer Tuberkulose-Erkrankung im August 1945 freigelassen. Wiese absolvierte nach Kriegsende ein Jura-Studium in Berlin und legte seine Staatsexamina in Frankfurt am Main ab. 1960 wurde Wiese Staatsanwalt in Fulda, anschließend in Hanau, Offenbach und Frankfurt am Main. 1962 wurde er dritter Staatsanwalt im ersten Auschwitz-Prozess, der von 1963 bis 1965 lief und in dessen Verlauf 17 Angeklagte verurteilt und drei freigesprochen wurden. 1966 war Wiese als Prozessbeobachter im Verfahren gegen den KZ-Arzt Horst Fischer tätig, ab 1971 arbeitete er als Oberstaatsanwalt in Frankfurt. 1989 wurde Wiese stellvertretender Leiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft und behielt diesen Posten bis zu seiner Pensionierung 1993.

Wiederholungen

Mo, 26.01.2015 | 03:00 Uhr Das Erste

Mo, 26.01.2015 | 09:30 Uhr Phoenix

Mo, 26.01.2015 | 20:15 Uhr tagesschau24

Di, 27.01.2015 | 0:35 Uhr NDR

GÜNTHER JAUCH RÜCKBLICK

Live-Stream/Free TV:

Sollten Sie aber wieder mal unterwegs im Stau stecken, mit der Bahn unterwegs sein oder es wurde Ihnen die Fernbedienung von der lieben Familie vor der Nase weggeschnappt: Kein Problem! Live-Stream!

Und das Ganze funktioniert sowohl auf PC, Laptop und Tablet, als auch mit Smart-TV und in der Regel sogar auf Smartphone – Fernsehen jederzeit, Fernsehen überall. Je nach Anbieter und nachgefragtem Programm können dabei Extrakosten entstehen. Die Online-Plattform zattoo.com bietet zur Zeit für Deutschland und die Schweiz 75  Sender im Free-TV.

Programme der Privatsender fallen nicht darunter und können im Upgrade Zattoo-HiQ-Paket mit anderen Sendern per Monats-Abo oder auch tageweise bezahlt werden (siehe auch zattoo.com/de/sender). Jedoch gibt es einen kostenlosen 30tägigen Testzeitraum.

Ein interessantes Angebot zu moderaten Preisen bietet auch Futubox. Hier ist die Anzahl der deutschsprachigen Programme zwar nicht ganz so groß, dafür aber die Vielfalt, inkl. RTL und diverser Sky-Programme. (rls)

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/guenther-jauch-auschwitz-vermaechtnis-von-ueberlebenden-heute-live-stream-so-2501-um-2145-uhr-ard-free-tv-und-mediathek-a1216793.html